Donnerstag, 02.07.2004 ---> Hurghada - Sharm El Sheisk - Düsseldorf - Herne
 
Timetable auf Arabisch   Die Nacht vor dem Rückflug begann außerordentlich unruhig. Um 6:30 Uhr wurden wir von der Rezeption telefonisch mit der Aussage geweckt, dass unser Bus vor der Tür stände. Da wir erst um 14 Uhr abgeholt werden sollten, konnten wir uns das nicht so wirklich vorstellen. Der Rezeptzionist meinte, er wollte das noch mal prüfen und sich wieder melden. Daraus wurde natürlich nichts. Wir bleiben liegen und dachten, es wäre ein Versehen, aber die Nacht war natürlich erst einmal vorbei, da fortan wegen Unsicherheit wach im Bett lagen. Bei der Abreise haben wir die Situation unserem Reiseleiter geschildert, welcher dem Rezeptionspersonal auf arabisch übersetzte (das Englisch und Deutsch des Personals war recht eingeschränkt). Obwohl wir nichts verstehen konnten, wurde aufgrund der Mimik deutlich, dass die sich halb zu Tode gelacht haben und es wohl eine Retourkutsche wegen zu wenig Trinkgeld gewesen war.
 

Aber wieder zurück zum eigentlichen Tag. Wie wir am Vortag schon geklärt hatten, mussten wir das Zimmer wegen dem Late Check Out erst um 13 Uhr verlassen. So legten wir uns nach dem Frühstück noch etwas auf die Terrasse und schwammen im Pool. Zwischendurch wurde auch der Koffer gepackt. Wir genossen den letzten Tag bei 38 Grad Celsius, denn uns war klar, dass uns in Deutschland anderes erwarten würde. Um 13 Uhr brachten wir Koffer, sowie Handgepäck  zur Rezeption, wo es leider keinen Abstellraum für jene gab. Wir nahmen unser letztes Mittagessen im Speisesaal ein und warteten in der Lobby auf die Abholung. Diese war sogar überpünktlich und mit dem Kleinbus ging es in 20 Minuten zum Hurghada International Airport. Das Chaos begann beim Check In. Es waren zwei Schalter geöffnet, wo alle anstanden. Plötzlich wechselte aber einer der Schalter, sodass alles herüberstürmte.

  Hurghada Airport aus der Luft
 

Dieses Spiel ereignete sich fünf Minuten später erneut. Etwa zwei Stunden vor Abflug hatten wir unsere Bordkarten, mussten noch ein Ausreiseformular ausfüllen und gingen in den Transitbereich. Im Duty Free kaufte ich noch ein wenig ein (Zahlung nur auf US-$ Basis) und wir setzten uns in die Wartehalle. Um 16:10 Uhr begann das Boarden und pünktlich um 16:50 Uhr fuhren wir zur Startbahn. Der Flug war wie schon auf dem Hinflug mit einer Boing 757-300, welche dieses mal zu 3/5 gebucht war. Für die erste Teilstrecke nach Sharm El Sheikh bestand freie Sitzplatzwahl und der Flug dauerte nur 25 Minuten. Da die Maschine nur auf 5.000 Meter ging, war sowohl der Blick auf Hurghada als auch auf Sharm El Sheikh genial. Man konnte sämtliche vorgelagerte Korallenbänke (auf der rechten Seite im Flieger sitzend) gut erkennen. Nach der Landung mussten alle die nach Düsseldorf weiter wollten, das Flugzeug verlassen und in einen Transit-Bereich. Zu jenem worden wir mit einem Bus befördert und hatten dort eine Aufenthaltsdauer von weiteren 30 Minuten.

 
             
Port Suez, südliches Ende des Suez Kanals  

Um 18:30 Uhr Ortszeit wurden wir mit dem Bus wieder zum Flieger gebracht, in welchem wir noch 10 Minuten unter sengender Hitze warten mussten, bevor wir die Boing betreten durften. Im Flieger Platz genommen, ging es umgehend zur Startbahn und ab nach oben. Die erste Stunde bewegten wir uns lediglich auf 9.000 Meter Flughöhe, bis wir über dem Mittelmeer eine Freigabe auf 12.500 bekamen. Die Flugstrecke führte von Sharm El Sheikh zuerst über kleine vorgelagerte Inseln, welche schon zu Saudi Arabien gehörten über die Halbinsel Sinai. Sinai war von oben als gebirgiges Land ohne nur die geringste Vegetation zu erkennen. Über Port El Suez, dem südlichen Eingang zum Suez Kanal ging es weiter nördlich über Kairo, wo auf der linken Seite die Pyramiden zu sehen sind. Wieder über Alexandria verließen wir den schwarzen Kontinent und flogen über Griechenland, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Ungan und Tschechien bis wir bei Hof in den deutschen Luftraum eintauchten.

 

Da wir nordwestlich flogen und somit mit der Sonne, konnten wir an Bord fast zwei Stunden den Sonnenuntergang beobachten (am besten von der linken Seite im Flieger). Für Leute mit guten Ortskenntnissen in NRW: Der Anflug begann über dem Hochsauerlandkreis, über den Möhnesee und weiter nach Hagen, Weiterhin waren der Harkortsee im Hagen, der Kemnader Stausee in Bochum / Witten und der Baldeneysee zu erkennen. Ab Hagen ging es bis Essen immer die Ruhr entlang. Die letzten Meter gingen über das Kreuz Breitscheid, bis wir 30 Minuten vor der Zeit um 22:15 Uhr in Düsseldorf aufsetzten. Die Flugzeit von Sharm El Sheikh betrug somit 4 Stunden 45 Minuten, inklusive der Stunde Zeitverschiebung. Unser Koffer war einer der letzten auf dem Band (wir hatten schon böse Ahnungen wegen dem Hinflug, wo jener gar nicht kam), sodass wir um 23 Uhr durch den gar nicht besetzten Zoll spazierten. Abgeholt wurden wir von meinen Eltern und um 23:30 Uhr waren wir wieder in Herne-Wanne.

  Abendstimmung über Hessen
 
                                                                             
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