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04.12.2025 - Reisebericht Mexiko - Tag 16 - Playa del Carmen - Korrupte Polizei Mexiko - Überfall - Chiquilá - 9 Hermanos - Fährüberfahrt Holbox

Reiseblog - Fotoblog - Nordamerika - Mexiko - Playa del Carmen - Insel Holbox - Hotel Villas Caracol Holbox

 
 
 
 

An Tag 16 verließen wir Punkt 10:30 Uhr die Hotelanlage. Unser erster Weg führte uns zum 15 Min. entfernten Hard Rock Hotel. An der Eingangskontrolle mussten wir sogar unseren Personalausweis abgeben, so sehr schotten sich die Hotels in Mexiko ab. Daraufhin folgte der Kauf des obligatorischen T-Shirts. Auf dem Parkplatz fiel uns bereits auf, dass der Motor sich bereits merkwürdig anhörte, was wir aber noch ignorierten. Wir folgten der Autobahn entlang der Küste bis Playa del Carmen, wo wir landeinwärts abbogen. An einem der in Mexiko zahlreichen Kontrollpunkte passierte es dann. Der Polizist forderte uns auf, an die Seite zu fahren. Wir wären zu schnell gefahren, Messung nach Augenmaß.

 
 
 
 

125 EUR wollte er dafür. Dann begann er unser Fahrzeug zu durchsuchen, aber nur an den Stellen, wo Geld seien könnte. Sogar in unsere Portemonnaies wurde geschaut. Seine Kollegin sicherte derweil mit Maschinenpistole im Anschlag die Situation ab – wie im Film. Dann begannen die langwierigen Verhandlungen über Google Translate. Zwischenzeitlich wollte er meinen Führerschein konfiszieren und mich auch mal mit zur Wache nehmen. Irgendwann waren wir bei 50 EUR Strafe angelangt und ich hatte nach mittlerweile 40 Min. einfach keine Lust mehr. Letztes Argument war: 50 EUR mit Beleg oder 25 EUR ohne Beleg. Das korrupte Schwein wollte einfach nur das Geld, ihm reichten auch 25 EUR.

 
 
 

 
 

Dieses Erlebnis war der bisher einzige Raub, den ich auf allen unseren Urlauben erlebt habe. Deshalb werden wir für alle Zeiten um Mexiko einen Bogen machen und unser Geld lieber in anderen Ländern ausgeben. Als wir den Wagen wieder starteten, hörte sich der Motor noch viel ungesünder an und nach 500 Metern ging auch die Kühlwasser-Warnleuchte an. Uns war klar, dass wir mit dem Wagen keine 2 Std. Fahrt zum Hafen von Chiquilá schaffen werden. Handempfang hatten wir dort natürlich auch nicht. Der Mitarbeiter an der Mautstelle wollte uns mit seinem Handy nicht helfen, so standen wir nun da. Wir ließen den Motor erstmal abkühlen und füllten unser reichlich vorhandenes Mineralwasser in den Kühlwasser-Behälter.

 
 
 
 

Dann fuhren Richtung Playa del Carmen zurück und als wir wieder Handy-Empfang hatten, suchten wir uns über Google Maps eine Europcar-Mietwagen-Station. Wir schafften es tatsächlich dorthin und erhielten dort ganz unkompliziert, mit etwas unvermeidlichen Papierkram, ein neues (größeres) Fahrzeug. Leider hat die Aktion gut 3 Std. gedauert. An dem Kontrollpunkt mit den korrupten Schweinen fuhr ich die vorgeschriebenen 20 km/h und provozierte dadurch einen kleinen Stau. Dann ging es auf der hervorragend ausgebauten Maut-Autobahn 305D wieder durch den Regenwald. Wie immer in touristischen Gebieten, verbunden mit einer hohen Maut von 250 MXN = 12 EUR für 1 Std. Fahrt. Dieses „Phänomen“ hatten wir nur rund im Cancun“.

 
 
 
 

Dann noch 1 Std. über die Landstraße bis zum kleinen Ort Chiquilá, wo wir unser Fahrzeug auf einen Parkplatz für 100 MXN = 4,60 EUR pro Tag sicher abstellen konnten. Dann mit den Koffern 200 Meter zum Hafen, wo wir an einer Bude zwei Tickets bei der Fährgesellschaft 9 Hermanos für jeweils 330 MXN = 15 EUR kauften. Die Konkurrenz-Firma Holbox-Express berechnet den gleichen Preis. Unsere großen Koffer gingen in den Frachtraum, das Handgepäck konnten wir behalten. Wir gingen auf das Oberdeck und schon 5 Min. später setzte sich die Personenfähre in Bewegung. Die ersten 10 Min. davon im Schneckenthempo, obwohl wir den Hafen schon längst verlassen hatten. In Summe benötigten wir 40 Min. Fahrzeit, bis wir auf der Insel Holbox ankamen.

 
 
 
 

Als wir wieder beide Koffer hatten, liefen wir zu einem der dort zahlreich wartenden orangenen Offroad-Buggys. Denn asphaltierte Straßen gibt es auf Holbox nicht, selbst die Hauptstraßen im Ortskern sind Straßen aus verdichtetem Sand. Die Fahrt dauerte etwa 15 Min., kostete 150 MXN = 7 EUR und führte uns zu unserem Hotel Villas Caracol Holbox, wo wir um 17 Uhr ankamen. Die verbleibende Stunde mit Sonnenlicht verbrachten wir auf eine der Hotel-Liegen direkt am Strand. Zum Sonnenuntergang um 18:10 Uhr wurden vom Hotel kostenlose Cocktails gereicht, wo wir nicht „nein“ sagen konnten. Nach 19 Uhr machten wir uns auf den Weg in den Ortskern.

 
 
 
 

Entlang der Straße am Strand, wo es keine Straßenlaternen gibt, war es ausgesprochen dunkel, wenn gerade kein Hotel in der Nähe war. Zudem waren dicke Schiffstaue (Stolperfalle) quer über die Straße „verlegt“, welche als Verkehrsberuhigungs-Huckel  dienten. Insgesamt benötigten wir 15 Min. bis in den Ortskern, welcher maximal touristisch ist. Ein Restaurant neben dem nächsten Souvenirladen, Restaurants, Kneipen und was man noch so benötigt. Wir hatten uns bereits vorher ein Restaurant herausgesucht, in welchem wir mexikanisch, klassisch Taccos aßen. Gegen 21 Uhr waren wir wieder zurück am Hotel, nahmen uns noch einen Drink und setzten uns noch etwas an den Strand auf eine Liege und beendeten so diesen unschönen Tag.

 
 

     

                                                                                                                                                       

 
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