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125 EUR wollte er dafür. Dann begann er unser Fahrzeug zu
durchsuchen, aber nur an den Stellen, wo Geld seien könnte. Sogar in
unsere Portemonnaies wurde geschaut. Seine Kollegin sicherte derweil
mit Maschinenpistole im Anschlag die Situation ab – wie im Film.
Dann begannen die langwierigen Verhandlungen über Google Translate.
Zwischenzeitlich wollte er meinen Führerschein konfiszieren und mich
auch mal mit zur Wache nehmen. Irgendwann waren wir bei 50 EUR
Strafe angelangt und ich hatte nach mittlerweile 40 Min. einfach
keine Lust mehr. Letztes Argument war: 50 EUR mit Beleg oder 25 EUR
ohne Beleg. Das korrupte Schwein wollte einfach nur das Geld, ihm
reichten auch 25 EUR. |
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Dieses Erlebnis war der bisher einzige Raub, den ich auf allen
unseren Urlauben erlebt habe. Deshalb werden wir für alle Zeiten um
Mexiko einen Bogen machen und unser Geld lieber in anderen Ländern
ausgeben. Als wir den Wagen wieder starteten, hörte sich der Motor
noch viel ungesünder an und nach 500 Metern ging auch die
Kühlwasser-Warnleuchte an. Uns war klar, dass wir mit dem Wagen
keine 2 Std. Fahrt zum Hafen von Chiquilá schaffen werden.
Handempfang hatten wir dort natürlich auch nicht. Der Mitarbeiter an
der Mautstelle wollte uns mit seinem Handy nicht helfen, so standen
wir nun da. Wir ließen den Motor erstmal abkühlen und füllten unser
reichlich vorhandenes Mineralwasser in den Kühlwasser-Behälter. |
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Dann fuhren Richtung Playa del Carmen zurück und als wir wieder
Handy-Empfang hatten, suchten wir uns über Google Maps eine
Europcar-Mietwagen-Station. Wir schafften es tatsächlich dorthin und
erhielten dort ganz unkompliziert, mit etwas unvermeidlichen
Papierkram, ein neues (größeres) Fahrzeug. Leider hat die Aktion gut
3 Std. gedauert. An dem Kontrollpunkt mit den korrupten Schweinen
fuhr ich die vorgeschriebenen 20 km/h und provozierte dadurch einen
kleinen Stau. Dann ging es auf der hervorragend ausgebauten
Maut-Autobahn 305D wieder durch den Regenwald. Wie immer in
touristischen Gebieten, verbunden mit einer hohen Maut von 250 MXN =
12 EUR für 1 Std. Fahrt. Dieses „Phänomen“ hatten wir nur rund im
Cancun“. |
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Dann noch 1 Std. über die
Landstraße bis zum kleinen Ort Chiquilá, wo wir unser Fahrzeug auf
einen Parkplatz für 100 MXN = 4,60 EUR pro Tag sicher abstellen
konnten. Dann mit den Koffern 200 Meter zum Hafen, wo wir an einer
Bude zwei Tickets bei der Fährgesellschaft 9 Hermanos für jeweils
330 MXN = 15 EUR kauften. Die Konkurrenz-Firma Holbox-Express
berechnet den gleichen Preis. Unsere großen Koffer gingen in den
Frachtraum, das Handgepäck konnten wir behalten. Wir gingen auf das
Oberdeck und schon 5 Min. später setzte sich die Personenfähre in
Bewegung. Die ersten 10 Min. davon im Schneckenthempo, obwohl wir
den Hafen schon längst verlassen hatten. In Summe benötigten wir 40
Min. Fahrzeit, bis wir auf der Insel Holbox ankamen. |
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Als wir wieder beide Koffer
hatten, liefen wir zu einem der dort zahlreich wartenden orangenen
Offroad-Buggys. Denn asphaltierte Straßen gibt es auf Holbox nicht,
selbst die Hauptstraßen im Ortskern sind Straßen aus verdichtetem
Sand. Die Fahrt dauerte etwa 15 Min., kostete 150 MXN = 7 EUR und
führte uns zu unserem Hotel Villas Caracol Holbox, wo wir um 17 Uhr
ankamen. Die verbleibende Stunde mit Sonnenlicht verbrachten wir auf
eine der Hotel-Liegen direkt am Strand. Zum Sonnenuntergang um 18:10
Uhr wurden vom Hotel kostenlose Cocktails gereicht, wo wir nicht
„nein“ sagen konnten. Nach 19 Uhr machten wir uns auf den Weg in den
Ortskern. |
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Entlang der Straße am Strand,
wo es keine Straßenlaternen gibt, war es ausgesprochen dunkel, wenn
gerade kein Hotel in der Nähe war. Zudem waren dicke Schiffstaue
(Stolperfalle) quer über die Straße „verlegt“, welche als
Verkehrsberuhigungs-Huckel dienten. Insgesamt benötigten wir 15
Min. bis in den Ortskern, welcher maximal touristisch ist. Ein
Restaurant neben dem nächsten Souvenirladen, Restaurants, Kneipen
und was man noch so benötigt. Wir hatten uns bereits vorher ein
Restaurant herausgesucht, in welchem wir mexikanisch, klassisch
Taccos aßen. Gegen 21 Uhr waren wir wieder zurück am Hotel, nahmen
uns noch einen Drink und setzten uns noch etwas an den Strand auf
eine Liege und beendeten so diesen unschönen Tag. |
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