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Mittlerweile bereits 15.30 Uhr, liefen wir zurück zum nahen
Bahnhof, um wieder mit dem Zug zurück nach Riga zu fahren.
Jurmala, bzw. deren Küste haben mich sehr positiv überrascht. Es
ist zwar der Ort mit dem größten Trubel, aber dennoch
wunderschön. Keine Kader-Bunker aus Sowjetzeiten am Strand,
sondern schöne Ferienhäuser mit kleinen Läden auf der
übersichtlichen Promenade. Der Strand scheint endlos zu sein,
was alleine schon ein Grund ist, noch mal nach Riga zu fliegen
und die Küste mit dem Leihwagen zu erkunden. Wieder in der Stadt
liefen wir vom Hauptbahnhof Riga eher ziellos durch die
Altstadt. Denn wie wir feststellten, ist diese deutlich größer
als nur der Teil, welchen wir am Vortag gesehen hatten. |
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Vorbei an der alten Stadtmauer mit angrenzenden kleinen
Kaffees, Kunst- und Schmuckgeschäften in denen der
hauptsächliche Focus auf Bernstein liegt. Vorbei am
Pulverturm, entdeckten wir ganz andere Seiten der
bestens restaurierten Altstadt. Schließlich wieder
zurück zur Galenija Centjs der großen Einkaufspassage.
Dort hatte Doro Zeit zum Shoppen, während ich einen
neuen Haarschnitt beim ortsansässigen Friseur verpasst
bekam. Die ganze Zeit in Riga fiel uns schon auf, dass
die Stadt ausgesprochen voll war und auch die
schlafstörende Party in der Nacht war kein Zufall. Denn
just an dem Wochenende an dem wir in der Stadt waren,
hatten die Baltenrepubliken ein geschichtlich
bedeutendes Jubiläum zu feiern. |
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Genau 20 Jahre war es her, dass es eine Menschenkette
mit 2 Mio. Menschen quer durch das Baltikum von Tallin
nach Vilnus gab. Damit wurde erfolgreich gegen die
Sowjetbesatzung demonstriert. Somit hatte Riga allen
Grund zu feiern, denn die ganze Altstadt war eine
einzige Party. Aufgrund der Sprachbarriere war uns das
erst gar so deutlich, was da los war. Aber als wir an
der (für den Zeitraum des Festes) für den Autoverkehr
gesperrte Uferpromenade ankamen und die große Bühne und
weitere Menschenmengen sahen, fiel der Groschen (oder
Eurocent), das wir ein außergewöhnliches Wochenende
erwischt hatten. |
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Wir ließen
uns von der Stimmung mitreißen, lauschten der
Musik und tauchten in das Fest ein. Denn
schließlich war es mit immer noch über 20 Grad
eine laue Sommernacht, was die Stimmung
förderte. Wieder zurück in der Altstadt, waren
vor den Lokalen Tische und Stühle aufgebaut und
die Festivität ging weiter. Das ganze in einem
Ausmaß, das die Düsseldorfer oder Kölner
Altstadt in den Schatten stellt. Wir fanden
einen noch freien Platz auf der Terrasse eines
Lokals. Dort aßen wir zu Abend, tranken ein paar
Bier, bzw. Wein und feierten einfach mit. Gegen
Mitternacht liefen wir zurück zum Hotel. Kaum im
7. und obersten Stockwerk angekommen, hörten wir
die Böller des Feuerwerks. Vom dort oben hatten
wir natürlich einen super Blick, sodass wir uns
das nicht entgegen ließen, bevor wir zu Bett
gingen. Ein absolut gelungener Tag. |
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