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wir weder Gepäck, dafür aber die Bordkaten hatten, liefen wir
direkt durch die Ticketkontrolle zur Jet Lounge, oberhalb der
Einkaufsarkaden „Plaza Area“. Für europäische Verhältnisse
bezüglich des Essens, eine der besseren Lounges. Warme Suppen,
ein kleines Salatbuffet – nicht selbstverständlich. Sogar einen
Raucherraum gibt es, wenn auch nur eine etwas größere
Telefonzelle mit Abluftanlage. Eine Stunde vertrieben wir dort
unsere Zeit mit Abendessen im Internet surfen und Zeitung lesen.
Auf dem Sprung raus zu den Sicherheitskontrollen, zeigte der
Monitor, ½ Stunde Flugverspätung an. Also setzten wir uns noch
mal hin… 45 Minuten vor der neuen Abflugzeit liefen wir zum Gate
1A, da in Wien der Duty Free Bereich, bzw. die Lounges vor den
Sicherheitskontrollen sind. Im provisorischen Kellerraum sind
die Gates, welche nicht groß genug sind, um die ca. 120 Leute
unseres Airbus 319 aufzunehmen. |
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Um 20 Uhr begann endlich das Boarding. Erneut ein
Busgate, wie schon auf dem Hinweg. Während der gesamten
Zeit am Flughafen, durch verschiedene Kontrollen, wurden
wir nicht einmal nach unserem Ausweis / Pass gefragt –
warum auch immer. Mit einer Stunde Verspätung hoben wir
in den Abendhimmel in nordwestlicher Richtung ab. Zwar
hatten wir mit den Plätzen 1 A und B mit reichlich
Beinfreiheit (die besten Plätze in diesem Flugzeugtyp),
sahen auf der linken Seite sitzend aber nichts von der
Wiens Innenstadt aus der Luft, da diese leider rechts zu
sehen war. Bereits kurz nach dem Start nahmen die Wolken
immer mehr zu, sodass wir fast die gesamte Strecke eh
nichts gesehen hätten. Über Wien, Linz und Prag
erreichten wir nach einer Stunde Flugzeit Winterberg im
HSK, wo der Anflug begann. Auf Höhe des Möhnesees kam
die Info vom 1. Offizier, dass aktuell der Flughafen
Düsseldorf wegen eines schweren Gewitters geschlossen
sei.
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Wir würden erst mal in 2.000 Meter Höhe um den
Möhnesee kreisen. Der Turm von Gewitterwolke war
deutlich zu sehen und schien sich kaum von der
Stelle zu bewegen. 40 Minuten kreisten wir
(besser, als in Köln Bonn zu landen), bevor wir
unseren Anflug fortsetzten und 15 Minuten später
in Düsseldorf landeten. Planmäßig sollten wir um
20:50 Uhr in Düsseldorf landen – mittlerweile
war es 22.30 Uhr. Kurz darauf waren wir vor dem
Flughafengebäude, wo uns der Shuttle Bus von
Airparks abholen sollte. Schon nach dem
verlassen des Fliegers habe ich dort angerufen.
Aber man ließ uns ½ Stunde (zum Glück nicht im
Regen) stehen, obwohl der Parkplatz keine 7
Fahrminuten entfernt ist. Gleiches haben wir ein
paar Monate zuvor mit Airparks auch schon
erlebt. Um 23.45 Uhr waren wir jedenfalls wieder
im 12 Grad Celsius kälteren und regnerischen
Herne zu Hause. Abschließend bemerkt: Wien ist
eine Reise wert. Kulturell gibt es unglaublich
viel zu sehen. Mit unseren 2 Tagen konnten wir
die Highlits nur oberflächlich im Eiltempo
betrachten. 3-4 Tage wären daher sinnvoller
gewesen. |
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Preislich war es
für eine Hauptstadt ausgesprochen preiswert, was die
Verpflegung in Restaurants angeht. Und: Man(n) spricht
deutsch, was die Verständigung einfach macht. Die
Sehenswürdigkeiten sind allerdings nicht immer dicht
beieinander, aber dafür das U-Bahnnatz perfekt. Das wir
mit dem Wetter großes Glück hatten, war positive
Begleiterscheinung. Während der Norden und Westen
Deutschlands bei kalten und nassen Sommerwetter
ausharren musste, erlebten wir in Wien den Sommer. Wien
hat uns sehr positiv überrascht und wenn die Flugpreise
stimmen, werden wir wieder kommen.
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