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Leider fehlt es aber an Aussichtspunkten, wo man das Auto parken
kann. 30 Minuten benötigt von dort ins Tal bis zur Kreuzung, an
welcher man entscheiden muss, oben man den Lake Tahoe links oder
rechts herum unrunden möchte. Ich entschied mich zuerst für
rechts, da ich nach South Lake Tahoe wollte, an der
Staatengrenze zwischen Kalifornien und Nevada. Entlang der
Straße sind viele Motels und Cabins, bis man nach 20 Minuten
South Lake Tahoe erreicht. Direkt hinter der Grenze, schon in
Nevada sind die Hochhäuser der Hotels mit seinen
Casino
Spielen. Ich parkte das Auto
am Motel direkt auf der State Line St., in welchem ich 2 Jahren
zuvor übernachtet hatte und lief etwa 15 Minuten durch den Ort.
An den Hotelkomplex entlang, der sich um die Talstation des
Skigebietes Heavenly befindet. Die Gondeln, welche den Wanderer
bis auf 3.042 Metern befördern waren im Sommerbetrieb, aber da
es bereits 16 Uhr war und ich noch bis Reno wollte, war an eine
Bergfahrt nicht zu denken. Also zurück zum Auto, um den See im
Uhrzeigersinn über das Westufer zu umrunden. |
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Nachdem ich endlich wieder an der zuvor beschrieben Kreuzung
war, begann die Route landschaftlich interessant zu werden. Die
US89 schlängelt sich durch den Wald, gewinnt an Höhe und erlaubt
schöne Ausblicke auf den See. Bei Emerald Bay lege ich einen
ersten Stopp ein. Die Emerald Bay ist eine kleine Bucht des bis
zu 500 Meter tiefen Gebirgssees, in dessen Mitte sich die
einzige Insel, Fannette Island befindet. Auf dieser ist auch das
Grab des exzentrischen Fischkapitäns Dick Barter, welcher von
1863 bis 1873 auf der Insel lebte. Von zu einem weiteren
Aussichtspunkt, keine 5 Fahrminuten entfernt, auch an der
Emerald Bay gelegen, wo Wanderungen zum Seeufer beginnen, da die
Aussichtspunkte etwa 70 Meter über dem See hoch liegen. Schon
17:15 Uhr, musste ich mich auf die Socken machen und fuhr die
US89 auf der Westseite des Sees, weiter nach Norden. Die
Strecke führt zwar immer in der Nähe des Seeufers entlang,
dennoch sieht man nur in den Ortschaften wie z. B. Meeks Bay,
Hommewood, Tahoe Pines, Sunnyside und Tahoe City den See. |
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Außerhalb der Ortschaften ausschließlich hohe Hecken
oder Mauern von Holzhäusern, der wohlhabenden
Bevölkerung. Am Nordufer, noch auf kalifornischer Seite
ist der Ort Kings Beach, welcher fast nur auf Tourismus
basiert. Allerdings ohne Hochhäuser der großen Kasinos.
Der kleine, namensgebende, aber nicht einladende
Sandstrand an Agate Bay, säumt die Küstenlinie. Aber zu
einem See auf 1.900 Metern über dem Meeresspiegel, fährt
man eh nicht zum baden. Dieser Ort geht über in das
bereits auf Nevada Seite gelegenen Incline Village an
der Crystal Bay. Dort zweigt der Mt. Rose Highway von
der dem See umrundenden Straße ab und schlängelt sich
aufwärts, um eine Bergkette zu überwinden. Nach 2 km
befindet sich auf der dem See zugewandten Seite ein
Parkplatz, von dem man einen weitreichenden Blick auf
den See, die umgebenden Berge, als auch die Orte am
Nordufer hat. Ganz weit im Süden waren im Dunst sogar
die Hochhäuser von South Lake Tahoe zu erkennen.
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Soweit auch der einzige Haltemöglichkeit bis zum
Scheitelpunkt, des sich auf 2.697 Meter
hochschlängelnden Passes. Dabei durch die
baumlose hochalpine Bergwelt, an dessen
Wegesrand Mitte Juni vereinzelt Schnee lag, über
den höchsten ganzjährig geöffneten Pass, der
über die Sierra führt. Auf der Passanhöhe ist
ein riesiger Parkplatz, da dieser Ausgangspunkt
für Wanderungen auf den 3.265 Meter hohen Mt.
Rose (7,68 km) und 3.132 Meter hohen Relay Peak
(6,24 km) ist. Unten am See noch angenehm warm,
war es 800 Meter höher mit 13 Grad Celsius sehr
frisch, zumindest in Sommerbekleidung. Ausblick
auf die Lake Tahoe gibt es dort keinen, dafür
aber um so besser auf die Schneebedeckten Berge
und das Tal auf Seiten von Reno. Der Mt. Rose
Highway führt in unzähligen Serpentinen
hinunter, vorbei an dem Mt. Rose Skigebiet. Kein
unbedingt großes Skigebiet mit 6 Liften und
einer Höhendifferenz von 2.500 Meter
(Talstation) bis zu 2.900 Meter (Berg) = 400
Meter. Vorteil ist, dass es nur ½ Stunde
Fahrzeit von Reno ist. |
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Ansonsten würde ich dem deutlich größeren Gebiet
Heavenly klar den Vorzug geben. Aber die Saison
war schon seit über einen Monat vorbei. In
gerader Linie stetig weiter bergab, erreicht ich
bald die autobahnartig ausgebaute US395. Um
19.30 Uhr erreichte ich Reno, fuhr an dem vorab
über Priceline gebuchten Hotel Atlantis vorbei,
direkt in das Zentrum der nach eigenen Angaben
kleinsten Stadt der Welt. Mit den Leuchtreklamen
nicht viel anders als Las Vegas, halt alles zwei
bis drei Nummern kleiner und beschaulicher. Ich
würde es mit dem Glitzer eher mit Downtown Las
Vegas vergleichen, alles wirkt etwas älter und
herunter gekommen, aber nicht schäbig. Ohne
auszusteigen fuhr ich mit dem Cabrio bei
Sonnenuntergang die Hauptstraße des Zentrums
entlang und kehrte schließlich zum etwa 3 km
außerhalb gelegenen Atlantis Hotel zurück. Nach
der Buchung hatte ich bei Tripadvisor die
hauptsächlich schlechten Kritiken gelesen und
ein ungutes Gefühl. Dieses wurde aber nicht
bestätigt. |
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Die Zimmer waren groß,
geräumig und sauber (ok, nicht mit dem Venetian
zu vergleichen – you get what you payed for) und
aufgrund meiner Nachfrage erhielt ich eines im
17. von 27 Stockwerken. Das ermöglichte in der
Dämmerung einen wunderbaren Blick von Südwesten
auf das Lichtermeer der Stadt. Nachdem ich zu
Hause ein Lebenszeichen abgegeben hatte, begab
ich mich um 21.30 Uhr nach unten in die
Spielhölle. Da das Hotel 1.000 Zimmer hat, war
der Spielsaal entsprechend groß. Erst ein wenig
Poker am
Spielautomaten, dann zu den Spieltischen, um
die Zeit bis
1.30 Uhr beim
Black Jack
spielen zu verbringen. |
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