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Kaum vorstellbar, dass sich darunter ein Vulkan verbirgt, der
alle 800 Jahre ausbricht, zum letzten mal kaum bemerkt vor 200
Jahren Aktivität zeigte. Wenn man sowieso auf der I5 unterwegs
ist, ist der zusätzliche Zeitbedarf in der Sommersaison etwa 1 ½
Stunden. Um 14.30 Uhr fuhr ich hinunter ins Tal und die CA89
durch den Wald, wie schon auf dem Hinweg, bis etwa 20 Meilen
hinter Mc Cloud in dem Ort Bartle (in dem ich kein einziges Haus
zur Kenntnis genommen habe). Mittlerweile über 30 Grad Celsius,
war es an der Zeit, das Cabrioverdeck zu schließen, denn der
Kopf glühte. Dort biegt die kleine Harris Spring oder auch Modoc
Volcanic Scenic Byway ab, welche sich erst durch den Shasta
National Forest und dann zur Medicine Lake Road werdend, durch
den Modoc National Forest schlängelt. Eine asphaltierte Straße
durch die einsame Wildnis, auf der mir innerhalb von zwei
Stunden Fahrzeit, nur drei Autos entgegen kamen. Im Winter für
Langläufer und Schneemobilfahrer geöffnet, im Sommer für den
Autoverkehr. |
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Die Straße ist zwar in bestem Zustand, da aber schmal und mit vielen
Kurven versehen, waren kaum mehr als 50 km/h möglich. Nach einer
Stunde erreichte ich, im Modoc National Forest, den Medicine Lake.
In völliger Abgeschiedenheit, umrahmt von sanften Hügeln und
endlosen Wäldern. Ein kleiner Parkplatz, als auch
Campingmöglichkeiten waren vorhanden, außer mir niemand dort. Ich
verweilte 15 Minuten, bis ich weiter musste, da ich noch in den Lava
Beds Park wollte. Vom Medicine Lake war es nicht mehr weit, aber ich
kam noch langsamer voran, da die Straße unasphaltiert wurde. Um
17:15 Uhr erreichte ich den Parkeingang des Lava Beds National
Monument, an welchem sich keine Zahlstation befindet. 98% der
Besucher kommen ja durch den Nord- oder Südeingang. Auf direktem Weg
fuhr ich zum Visitors Center, da ich noch eine Höhle besichtigen
wollte. Aber 17.30 Uhr war ½ Stunde vor Ladenschluss, sodass keine
Handlampen mehr herausgegeben wurden. |
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Ohne würde ich nicht weit in die Höhlen hinein kommen, sodass
sich das Thema für den Tag erledigt hatte. Dumm gelaufen oder
anders gesagt, mit zu vielen kleinen Nebenattraktionen
verzettelt. Somit war die Überlegung, am folgenden Tag auch noch
zum Crater Lake N. P. zu fahren, endgültig gestorben. Damit der
Besuch an diesem Tag nicht gänzlich umsonst war, fuhr ich zum
Schonchin Butte. Mit 1.628 Metern ist der Aschekegel aus
Lavagestein, die höchste Erhebung im Park und gleichzeitig
Aussichtspunkt zur Erkennung von Feuern. Vom Parkplatz sind es
pro Weg 1,3 km, der über einen befestigten, mit Lavasteinen
durchsetzen Pfad führt. Für den Aufstieg über ca. 200 Höhenmeter
benötigt ca. 30 Minuten. Dafür wird man mit einem 360 Grad
Rundumblick über den gesamten Park, als auch nach Süden bis zum
Mt Shasta und nach Norden zu den weiteren Bergen der Kaskaden
belohnt. Mittlerweile 19 Uhr, verließ ich den Park durch den
Südausgang, um in Tionesta die aus dem Internet herausgesuchte
und dem Lava Beds Park am nächsten gelegene
Übernachtungsgelegenheit aufzusuchen. |
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Mittlerweile 19 Uhr, verließ ich den Park durch den
Südausgang, um in Tionesta die aus dem Internet
herausgesuchte und dem Lava Beds Park am nächsten
gelegene Übernachtungsgelegenheit aufzusuchen. War
einfach zu finden, in der gottverlassenen Gegend, wo der
Ort aus dem Campingplatz und einem General Store
bestand. Erneut war die Nächtigungsmöglichkeit eine
Cabin, die zugegeben etwas vermodert und windschief
aussah. Als ich zudem erfuhr, dass diese kein fließendes
Wasser haben und dieses nur in einer zentralen
Wasch-Kabine erhältlich ist, reichte es mir. So
abenteuerlich wollte ich nicht übernachten. Also die
CA139 in nördlicher Richtung, wo ich in Tulelake Motels
vermutete. Wie abgeschnitten wurde aus karger Landschaft
aus Vulkangestein, eine fruchtbare, grüne Ebene, welche
mit immensem Aufwand aus dem Tule Lake bewässert wird.
Das erste Motel sah nicht viel besser als das in
Tionesta aus, sodass ich gleich weiter fuhr. |
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Am zweiten hing ein
Schild, dass man erst gegen Abend wieder zurückkehrt und
sich auf dem Handy melden solle, wenn man ein Zimmer
benötigt. Na super, bereits 21 Uhr und immer noch ohne
Übernachtungsmöglichkeit. Also weiter nach Norden
(mittlerweile bereits über 30 Meilen), bis ich in
Marrill, 3 Meilen nach der Staatengrenze Kalifornien /
Oregon ein Motel fand. Motel ist der falsche Ausdruck,
wieder Cabins, die etwas muffig, aber sauber und riesig
groß, mit Fernsehen und fließend Wasser waren. Dort
beendete ich diesen Meilenreichen Tag. |
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