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Also besser vorher informieren. An dem sich 600 Meter unter dem
Gipfel des Lassen Peaks befindlichen Parkplatz ist ein Kiosk, an
dem ich mich mit Mineralwasser eingedeckte und schon konnte um
15 Uhr die Besteigung beginnen. Uns das bei schönstem,
wolkenlosen Wetter, 13 Grad Celsius auf 2.500 Metern und kaum
Wind. Insbesondere letzteres sollte sich noch ändern. Zuerst
mäßig steiler Aufstieg zwischen dem Lassen und Eagle Peak,
vorbei an einen kleinen tiefgrünen Bergsee, durch ein von
Schneeresten bedecktes Geröllfeld, bis zu einen kleinen Wald,
hinter dem die Schneemenge immer mehr zunahm. War schon eine
ziemliche Rutschpartie und Kraxelei über die Schneehügel und –felder.
Aber je höher man aufstieg, um so weniger wurde der Schnee, bis
er schließlich gar nicht mehr vorhanden war. Der Pfad
schlängelte sich in steilen Serpentinen weiter durch das
Geröllfeld kurz unterhalb des Gipfels. Dort nahm der Wind und
die Kälte auf ein fast unerträgliches Maß zu. Die letzten Meter
bis zum Gipfelkreuz führen über einen breiten Grad, welcher eine
noch bessere Angriffsfläche für den Wind bietet. |
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Trotz Übergangsjacke, Pullover und zwei T-Shirts, bei 7 Grad
Celsius fühle es sich an, wie mehrere Grad unter dem
Gefrierpunkt. Und das, wobei ich am Vormittag noch bei 30
Grad geschwitzt habe. Um 17 Uhr stand ich endlich auf dem
Gipfel des 3.187 Meter hohen Mt. Lassen Peak. Da dieses der
einzige Berg von dieser Höhe im weiteren Umkreis ist,
entschädigte der Ausblick für den 2-stündigen Aufstieg.
Sogar der 70 km entfernte und 4.322 Meter hohe Mt. Shasta,
Ziel des nächsten Tages, war deutlich zu erkennen. Ich hielt
mich nicht lange auf dem Gipfel des Mount Lassen auf, da es
ohne Bewegung unverträglich kalt war und wanderte zurück zum
Ausgangspunkt, den Parkplatz, welchen ich in etwas über eine
Stunde erreichte. Von dort ist es weniger als ein Kilometer
mit dem Auto, bis man den Scheitelpunkt der Passstraße auf
2.594 Meter erreicht und es serpentinenreich abwärts geht.
Nach 2 km Fahrt erreicht man wieder den bewalteten Bereich,
der sich entlang des Aussichtspunktes Kings Creek und dem
noch auf 2.000 Meter gelegenen Summit Lake, über eine Stunde
Fahrzeit bis zum Nordausgang „zieht“. |
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Unterwegs bot sich bei schon tief stehender Sonne, ein
schöner Blick auf den Mount Lassen. Vor dem Parkausgang,
bog ich von der Hauptstraße zum Manzanita Lake ab. Von
den Bergen umrahmt, bis auf den angrenzen Campingplatz,
absolute Einsamkeit in schöner Idylle. Lediglich ein
paar Angler versuchten ihr Glück. Für eine halbe Stunde
genoss ich die Ruhe, bis ich den Park verlies. Auf der
CA89 in nördlicher Richtung nach Old Station, erreichte
ich mein Tagesziel nach 8 Meilen. Die einzige
Möglichkeit der Unterkunft, wenn man nicht 30 Meilen
nach Redding fahren möchte. Insgesamt hat mir der Mt.
Lassen Volcaniv National Park sehr gut gefallen. Da er
leider etwas abseits liegt, ist er wenig frequentiert.
Aber wer den Nordwesten besucht und mindestens drei
Wochen unterwegs ist und nach dem Yellowstone Park immer
noch nicht genug von den heißen Quellen hat, dem würde
ich einen Tagesstopp empfehlen. Sicherlich nicht mit
Yellowstone zu vergleichen, aber bei schon mittelmäßiger
Kondition, bietet sich der Aufstieg auf den Lassen Peak
an. |
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An kaum einen
anderen Berg der Kaskaden kommt man mit dem Auto so nah
unter dem Gipfel und hat „nur“ 600 Höhenmeter bis zum
Gipfelkreuz zu überwinden. Außerdem – wo kann man sonst
so einfach auf einen Vulkanberg wandern. Die Weltstadt
Old Station, wo ich nächtigte, besteht aus 250
Einwohnern, einem General Store nebst Tankstelle und 8
Cabins der des Rim Rock Ranch Resorts. Etwa 500 Meter
zuvor ist zwar noch der Campingplatz Hat Creek Resort,
aber jener wirkte wie ausgestorben und auch im Büro war
niemand anzutreffen. Grundsätzlich ist die Gegend etwas
für Jäger und Angler, wie auf den Trophäenfotos im Laden
zu erkennen war. Meine Frage nach einem Restaurant im
Ort führte zu großem Gelächter. Aber im Store gab es
Tiefkühlkost und in den Cabins nicht nur Strom, sondern
auch eine Mikrowelle. Somit war das Abendessen gerettet.
Ich klimperte noch ein wenig auf dem Laptop, sondierte
Fotos von den vergangenen Tagen und schlief aufgrund des
anstrengenden Tages schnell ein. |
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