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Etwa 8 Meilen vor Page bog ich am Lake Powell Scenic View
links ab, um mir jenen von der Anhöhe aus, etwa 200
Höhenmeter über der Wasseroberfläche, bei bereits tief
stehender Sonne zu betrachten. Kurz darauf fuhr ich über die
US89 weiter in Richtung Page und bog zu dem von der Straße
aus schon zu sehenden Lone Rock ab. Eine mit jedem PKW zu
bewältigende unasphaltierte Piste hinunter zum Strand
(sogar ein Wohnmobil stand dort und hatte die Strecke
bewältigt). Dort kann man im See baden (kleiner Sandstrand)
oder auch nur den ca. 20 Meter hohen, fast rechteckige
Felsnadel des Lone Rocks, mitten im Lake Powell aufragend,
bestaunen. Mit der sehr tief stehenden Sonne im Rücken,
hielt ich mich dort die kommenden 20 Minuten auf und wälzte
kurz Reiseführer und Landkarte, um zu entscheiden wie meine
weitere Tourenplanung aussehen sollte. Denn leider hatte ich
mich für den Westen der USA dieses Mal gar nicht
vorbereitet. |
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Erstens weil die Hawaii Vorbereitung so viel Zeit in
Anspruch nahm und zweitens war ich der Meinung, dass aufgrund
meiner vorherigen Besuche in der Gegend auch so hin zu
bekommen. Schließlich fuhr ich auf dem letzten Tropfen
Benzin nach Page. Auf den 58 Meilen zwischen Kanab und Page
ist keine Tankstelle, was mich schwer zum Schwitzen brachte,
denn ich wollte nicht schon wieder einen Zwangsgewaltmarsch
absolvieren. Nach 6 Stunden Wanderung heute, hatte ich mir
ein Steak verdient. Also nichts wie in das Glen Canyon
Steakhouse, welches ich aus der Vergangenheit als gut in
Erinnerung hatte und „wie damals“ ein großes Salatbuffet
anbot. Da ich mir am Folgetag den Wild Horse Canyon bei
Tuba City ansehen wollte und dieser 78 Meilen von Page
entfernt ist, wollte ich den Abend nutzen, um mich etwas
mehr anzunähern. Die Motel-Infrastruktur ist in jener Gegend
um das Navajo Indianer Reservoir ausgesprochen dünn. Also
stellte ich mich vor ein Motel in Page, um dessen Wireless
Internet anzuzapfen und so feststellte, dass es in Cameron
ein Motel gibt. |
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Zwar knappe 15 Meilen von meinem Ziel entfernt, aber besser
als gar nichts. Also etwa 80 Meilen bei Dunkelheit die US89
nach Süden, wo ich um 20 Uhr die Cameron Trading Post
erreichte. Mit $66 pro Nacht nicht eines der preiswerteren
Motels, aber es gab in der Nähe nichts anderes (und daher
hätte man fast jeden Preis nehmen können). Das Motel
befindet sich zur Rechten über der einzig für Fahrzeuge
befahrbaren Brücke über den Little Colorado River und ist im
Verbund mit einer Tankstelle und einem Supermarkt für
indianische Handwerkskunst, fast schon eine kleine Stadt für
sich. Aber alles das interessierte mich nicht wirklich -
ich wollte dort nur nächtigen. Dies tat ich auch, nachdem
ich ein paar Emails versendet hatte, denn in dem Motel war
Wireless Internet verfügbar. Leider machte mir das Wetter
für den kommenden Tag große Sorgen, denn Regen und in den
höheren Lagen sogar Schnee waren vorausgesagt. |
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