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Schließlich begann es zu regnen und der Regen ging schnell in Schnee
über (incl. schneebedeckter Straße). Da der Schnee
sehr nass war, keine große Verkehrsbehinderung. In Flagstaff,
auf ca. 2.100 Meter liegend, waren gut 10 cm Neuschnee gefallen,
aber der Verkehr lief gut. Kurz im örtlichen Mc. Doof zu Mittag
gegessen und über den Interstate 40 ´gen Westen. Die ersten
Kilometer auf dem Interstate waren nicht angenehm. Denn sie
führte weiter bergauf, nass war der immer noch fallende Schnee
schon lange nicht mehr und entsprechend rutschig war es. Räum-
oder Streufahrzeuge sah ich keine. So tuckerte ich mit 30 Meilen
meinem Ziel entgegen, bis es endlich bergab ging und darauf der
Niederschlag auch aufhörte. Insgesamt folgte ich der I40 über
150 Meilen durch eintönige und unbewohnte Landschaft bis Kingman.
Dort war es sehr, sehr nötig in die Zivilisation zu gelangen,
denn mein Auto fuhr mit fast dem letzten Tropfen Benzin.
Folglich war an der Tankstelle High Noon. Weiter ging es über
die US93 in Richtung Boulder City zum Hoover Dam. |
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Weitere 77 Meilen geradeaus im leichten Nieselregen.
Telefonieren mit dem Track Phone (amerik. Pre Payed Handy)
sorgte für etwas Abwechslung. 15 Meilen vor dem Hoover Dam
der bekannte Checkpoint, damit niemand dem Damm mit
Sprengstoff etwas antut. Ich sehe Vertrauen erweckend aus
und wurde durchgewunken. In der Dämmerung um 17 Uhr erreichte
ich den Damm, hielt kurz an, um mir die Beine zu vertreten
und einen Blick auf dieses Wunderwerk der Ingenieurskunst zu
werfen. Es dauert nicht mehr lange, bis die Fahrt über dem
Damm der Vergangenheit angehört. Etwa ½ der riesigen Brücke
der Bypass Road ist fertig gestellt und schwebt über das
Tal. Somit hatte ich Nevada erreicht und eine Stunde
geschenkt bekommen (Zeitverschiebung). 30 Minuten weiter
erreichte ich die ersten Vorstädte von Las Vegas. Etwa eine
Stunde dauerte es, bis ich die Millionenstadt hinter mir
gelassen hatte. Dann nordwestlich weiter über die US95,
immer parallel zur Nellis Air Force Base, auch bekannt unter
dem Namen Area 51. |
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Wie das so ist wenn man fährt, dabei was trinkt,
muss man ja auch mal. Also vom Highway abgefahren
und rechts ran. Gerade Erleichterung verspürt, kam
bereits die Security, weil die wohl dachten, ich
wolle deren Militärgeheimnisse ausspionieren. Da bin
ich bei meinem technischen Verständnis genau der
Richtige. Also wieder auf den Highway und Meilen
fressen, in Summe 150 auf der US95 ab Vegas, bis ich
in Scotty´s Junction an einem kleinen Casinokomplex
anhielt. Casino = Buffet dachte ich…. Aber außer ein
paar müden und glasig aus den Augen sehenden Zockern
vor ihren Daddelmaschinen, war nichts los. Auch kein
Buffet - aber ein Restaurant, in dem ich mir einen
Burger zum Abendessen genehmigte. Schnell wieder
zurück on the road (19 Uhr ist es bereits), der US95
folgend. Tagesziel sollte Tonopah sein und nicht
mehr Lake Tahoe (bei letzterem wäre ich nicht vor 2
Uhr in der Nacht gewesen). |
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Unterwegs brachte mich Sandra bei einem Telefonat auf die
Idee, doch bis kurz vor Mammouth Mountain zu fahren. An der
Talstation des (Sommer)Skigebietes stand ich vor 2 Jahren
schon mal. Hatte mich damals aber gegen das Skifahren
entschieden, da ich erst mittags dort eintraf. Zudem ist das
Gebiet, weil auf der Ostseite der Sierra, von San Francisco
aus im Winter mit dem Auto wegen geschlossener Bergpässe
schwer zugänglich. Somit war die Entscheidung gefallen.
Sandra suchte im Internet ein Motel in Big Pine für mich
heraus und buchte jenes für mich. Sah auf der Karte des
Navis gar nicht so weit aus. Ca. 25 Meilen nördlich von
Scotty´s Junction bog ich auf die NV266, die später zur
CA168 wurde. Schon auf den ersten Meilen wurde klar, dass
dies eine Nebenstrecke ist. Immer bergauf und bald kam der
erste Schnee am Wegesrand, kurz darauf auch auf der
Fahrbahn. Eine denkbar schlechte Idee, dort her zu fahren.
Aber ich dachte, über den einen Pass wirst Du schon kommen
und gut ist es. |
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Ich ahnte aber nicht, dass in Summe drei Pässe zu überqueren
waren, von denen der Erste der Harmloseste ist. Mittlerweile
hatte ich auch nicht mehr genug Benzin im Tank um
umzukehren. Also musste ich da durch. Erst über den 2.260
Meter hohen Lida Summit. Danach passierte ich die
Staatengrenze Kaliforniens. Die Schilder, die darauf
hinwiesen, dass erstens Schneeketten notwendig sind und
zweitens ab 19 Uhr keine Straßen Patrolie mehr unterwegs
ist, beruhigten mich auch nicht gerade. Eine sonst schöne
Straße über die Berge, mit engen Kurven durch schmale Täler
und wunderschöner Landschaft. Aber da es dunkel war, hatte
ich nichts davon. Nach 2 Stunden Passfahrt erreichte ich um
22 Uhr endlich Big Pine. Die Dame im Motel hatte noch auf
mich gewartet und konnte nicht recht glauben, als ich ihr
meine Wegstrecke erzählte. Abschließend noch kurzes Internet
Surfen und der Tag war für mich beendet. |
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