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Um
14 Uhr setzten wir unseren Weg fort und fuhren weiter entlang
der Küste an Orten wie Kaanapali, Honokowai und Kahana vorbei,
die allsamt keinen Stopp rechtfertigen, eine Ansammlung von
teuren Hotels oder auch Bettenburgen genannt. Nach Kahana
verengt sich die bisher gut ausgebaute Straße und wird entlang
des Honoapiilani Highways interessant. Immer nahe der
zerklüfteten Küste entlang, parallel zu den West Maui Mountains,
schlängelt sich die Straße. Wegen der grünen Hügel entsteht
manchmal der Eindruck, man wäre in Irland (wobei man es aber an
der Temperatur merken sollte….). Da ja jede Insel ihr Blowhole
hat, kann Maui natürlich nicht ohne sein. Dieses fanden wir in
Form des Nakalele Blowholes (N21/01/524 W156/35/373) inmitten
von erkaltetem Lavagestein. Von den zwei anderen zuvor
gesehenen eindeutig das kräftigste, was aber relativ zu sagen
ist, da auch die Brandung jenen Tag hätte stärker sein können.
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Der Parkplatz zum Blowhole spricht aufgrund der Scherben am
Boden eine eindeutige Sprache. Nichts außer dem Lenkrad im
Wagen lassen! Denn vom Parkplatz aus muss man den Hang hinunter
klettern, sieht von unten das eigene Fahrzeug nicht und benötigt
etwas 15 Minuten reine Wegezeit für den Abstecher. Aber es
lohnte sich. Die Fontaine war den Tag gut in Form, schoss ca. 15
Meter hoch und es sind keine Absperrungen und Touristenmassen
vorhanden. Wieder zurück am Auto, setzten wir die Rundfahrt
entgegen dem Uhrzeigersinn fort. Schließlich wird der Honoapiilani Highway zum Kahekili Highway und die Straße immer
kurvenreicher und schließlich einspurig. Auch das mag der Grund
sein, warum die Autovermieter verbieten, diese Strecke zu
fahren. Setzt man sich darüber hinweg, macht man dies auf eigene
Gefahr. Die Straße ist zwar sehr eng, die Brücken tragen nur
noch 5 Tonnen, aber wenn man schmale Bergstraßen in den Alpen
kennt, nichts Unlösbares. |
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Allerdings auch mit etwas Zeitaufwand verbunden, denn nicht
selten mussten steile Abschnitte im ersten Gang bewältigt
werden. Der Lohn für diese Strecke sind traumhafte Blicke
auf die Küste zur einen Seite und hohe Klippen zur anderen
Seite. Highlight auf der Strecke ist der Kahakuloa Head,
eine Landzunge mit einem über 100 Meter hohen Felsen an der
Kahakuloa Bay. Bis wir schließlich um 17 Uhr die
Zivilisation Wailuku erreichten, waren 3 Stunden ohne
ausgedehnte Stopps oder Wanderungen für die Strecke von nur
25 Meilen vergangen. Mit einer Wanderung kann man dort
durchaus den gesamten Tag verbringen. Insgesamt hat uns der
Nordwesten sogar noch besser gefallen, als die Road to Hana,
welche wir zwei Tage später gefahren sind. Das liegt in
erster Linie daran, dass auf der „Nordwestroute“ kaum
Fahrzeuge unterwegs sind (Road to Hana ist eine endlose
Autokarawane). Die Landschaften sind sicherlich ebenso
spektakulär, wie auf der berühmten Hana Route. |
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Die Road to Hana bewegt sich größtenteils durch den Regenwald,
der natürlich die Küste verdeckt. Honoapiilani und Kahekili
Highway hingegen sind zur Seeseite hin offen und auch die
Straßenführung entlang der Steilküste halte ich für
spektakulärer. Ein absolutes Muss bei einem Maui Besuch, wenn
man das Risiko eingehen möchte (kein Versicherungsschutz)!
Wieder im „Großraum“ Kahului, fuhren wir nicht direkt in den
Süden zu unserer Unterkunft zurück, sondern machten einen
kleinen Abstecher in das Iao Valley. Vom Highway 30 in der
Inselmitte abzweigend, fährt man in das immer enger werdende Tal
(ausgeschildert). Von den Felswänden rechts und links sieht man
Wasserfälle in das Tal hinunter stürzen. Nach 3 Meilen erreicht
man das Ende der Straße, bzw. den Parkplatz. Von dort aus noch 5
Minuten Fußweg über 134 Stufen nach oben und man steht auf dem
Aussichtspunkt vor der Felsnadel. |
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Bis direkt an die
Nadel kommt man nicht, da sich das Land darum in
Privatbesitz befindet. Wetterlich hatten wir Glück, denn
oft ist die Iao Needle im Nebel. Aber bei unserem Besuch
war die Bewölkung so hoch, dass die Felsnadel wolkenfrei
war. Schließlich wieder zurück in den Süden nach Kihei,
wo wir die Küste entlang fahrend um 18:20 Uhr
anhielten, um uns am Strand den Sonnenuntergang
anzusehen, diesmal ohne störende Wolken. Bevor wir aber
zur Bed and Breakfast Unterkunft fuhren, machten wir
einen kleinen Schlenker über den Supermarkt. Dort
„organisierten“ wir unser Abendessen, welches wir in der
Mikrowelle warm machen konnten und auf der Terrasse zu
uns nahmen. |
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