| |
Wieder durch alle Vegetationsstufen, von den Nadelhölzern und den
tropischen Wald, steil immer bergab. Wofür wir hinauf noch über 5
Std. benötigt hatten, war hinab in weniger als 3 Std. erledigt. Auch
hier legten wir ab und an Pausen ein, aber da es weniger anstrengend
war, nicht mehr so viele. Um 10:15 Uhr erreichten wir schließlich
wieder unseren Ausgangspunkt im Ort La Soledad. Dort hielt der
Ober-Guide vom Touranbieter Wicho and Charlie's noch eine
abschließende (hervorragende) Rede und verabschiedete uns alle.
Zusammengefasst war der Touranbieter ein Volltreffer. Man kümmerte
sich sehr um uns und an Weggabelungen stand immer einer der
insgesamt 5 Guides, damit niemand falsch abbiegt. |
| |
 |
|
| |
Daraufhin wurden wir noch 1 Std. nach Antigua gefahren, wo wir die
geliehene Ausrüstung bei Wicho and Charlie's zurückgaben. Dort zogen
wir auch unsere Winterkleidung aus und wieder die Sommerkleidung an,
denn es waren wieder hochsommerliche 30 Grad. Mittlerweile schon 12
Uhr, bestellten wir uns für 47 EUR ein UBER-Taxi - gleicher Preis,
wie der Vivator Transfer-Service zwei Tage zuvor. Diesmal war
deutlich weniger Stau, sodass wir nur 1 ½ Std. bis nach Guatemala
City zu unserem Hotel in der Nähe des Flughafens benötigen (also
halbe Fahrzeit). Nach einer erfrischenden Dusche fuhren wir mit
einem weiteren UBER-Taxi in etwa 30 Min. in das Stadtzentrum zum
Plaza de la Constitución (Platz der Verfassung), der Hauptplatz der
in Guatemala-City. |
| |
 |
 |
| |
Auf dem Platz war eine Art mittelamerikanischer Weihnachtsmarkt mit
Kinder-Fahrgeschäften, einer Eislaufbahn, Essenständen und sonstigen
Verkaufsbuden. Dort ist auch die Catedral Metropolitana de Santiago
de Guatemala - eine große Barockkirche und der Palacio Nacional de
la Cultura (alter Nationalpalast), beides alte stattliche Gebäude.
Wir drehten eine Runde um den Platz und liefen dann zum hinter der
Kathedrale befindlichen Mercado Central. Dies ist ein überdachter,
authentischer Markt mit allerlei Gerümpel zum Thema Mittelamerika,
Souvenirs und uns fremden Essen. Als nächstes liefen wir zur 6a
Avenida, die autofreie Haupt-Einkaufsstraße von Guatemala Stadt. |
| |
 |
 |
| |
Im wesentlichen Waren dort 2-geschössige Häuser, im für Mittel- und
Südamerika typischen Baustil. Dort reihten sich meist einfache
Modegeschäfte aneinander, große Kaufhäuser westlicher Marken sucht
man dort vergebens, ganz untypisch für eine Hauptstadt. Allerdings
gibt es dort eine alte Kirche, die Iglesia San Francisco, bei uns
eher selten in Einkaufsstraßen. Die Shopping-Meile war gut von
Einheimischen besucht, wobei wir uns dort zu keiner Zeit unsicher
fühlten. Wir liefen die 6a Avenida bis zu ihrem Ende und machten
noch einen kleinen Schlenker zum Arco de Correos laufen, ein
dekorativer Torbogen, eines der Wahrzeichen der Stadt. Nahe des
Palacio de la Policía Nacional Civil, ein wie eine Burg gebautes
Polizeipräsidium, bestellten wir uns erneut ein UBER-Taxi mit dem
Ziel Plaza Cayalá. |
| |
 |
 |
| |
Mittlerweile bereits 17 Uhr, landeten wir natürlich mitten im
Feierabend-Verkehr, sodass die 9 km Fahrt 45 Min. dauerte. Wie eine
Fata Mogana tat sich für uns plötzlich die westliche Welt auf. Ein
gehobener, privat-geplanter Stadtteil mit europäischem Flair, der
eine Mischung aus mediterraner Architektur, weiten Fußgängerzonen
und einer sicheren, überwachten Umgebung, mit Restaurants, Cafés,
Boutiquen und Unterhaltungsangeboten. Das alles natürlich
weihnachtlich geschmückt mit einer Kirche und einem
Theater-ähnlichem Gebäude mit großen Säulen vor dem Eingang. |
| |
 |
 |
| |
In einem der Restaurants aßen wir dann auch zu
Abend. Gegen 20 Uhr bestellten wir uns schließlich ein UBER zurück
zu unserem Hotel, da wir am folgenden Tag zum letzten Mal wegen
eines frühen Fluges Mitten in der Nacht aufstehen mussten. Außerdem
wollten wir bei Dunkelheit aus Gründen der Sicherheit nicht mehr in
Guatemala-City herumlaufen. Folglich waren wir bereits um 21 Uhr im
Bett, hörten aber trotz des nahen Flughafens nichts vom Fluglärm.
Guatemala-City empfanden wir eher als Enttäuschung. Im Grund hat man
dort in weniger als einem halben Tag alles gesehen – kein Vergleich
zu Mexiko-City. Für uns stand die Vulkanwanderung im Vordergrund, da
war die Hauptstadt eher „Beifang“. |
|