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Dann weiter über eine Brücke über die Lagune und durch den Ort
Sabancuy. Daraufhin gute 30 Min. über einen Damm, rechts und links
an einem Mangrovenwald vorbei. Dann weiter über mal mehr, mal
weniger gute Straßen mit viel LKW-Verkehr und immer wieder
Militär-Checkpoints. Wir durchfuhren die Bundesstaaten Campeche,
Tabasco und an der Chiapas Grenze, war wie aus dem Nichts ein großer
Stau auf der Landstraße. In dem standen wir gut 30 Min., denn alle
Fahrzeuge mussten durch eine Kontrollstelle fahren. Im Bundesstaat
Chiapas wurde die Landschaft hügeliger und leider auch der Himmel
immer dunkler. Als wir schließlich um 12:30 Uhr unser Ziel Palenque
erreichten, regnete es „aus Kübeln“. |
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Zudem waren die Straßen in Palenque auch irgendwie voller,
chaotischer – die Stadt fühlte sich mehr nach „Dritter Welt“ an, wie
der Rest in Mexiko, den wir bisher gesehen hatten. Wir fuhren gleich
zu unserem Hotel, welches sich inmitten eines tropischen Regenwaldes
befand. Nach dem Check In ging es gleich 5 km weiter zu den Ruinen
von Palenque, eine Maya-Stadt inmitten des Dschungels. Wir wurden
auf den riesigen Parkplatz geleitet, von wo aus wir vorbei an
zahlreichen (geschlossenen) Souvenirshops zur Kasse liefen. Auch
hier mussten wieder 2 Tickets an verschiedenen Schaltern kaufen. Als
nächstes wollte man Geld für den Minibus, der uns die 4 km bis zum
Eingang des Archäologischen Parks fuhr – selbst mit dem Mietwagen zu
fahren ist ja für die lokale Bevölkerung weniger einträglich. |
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So langsam kamen wir uns irgendwie ausgenommen vor, als hätten wir
die Buchstaben ATM auf der Stirm. Zu allem Überfluss begann auch
noch einer dieser starken Regenschauer, den wir eine Stunde zuvor
schon erlebt hatten. Den warteten wir ab und stiegen in einen
kleinen Van, der uns durch den dichten Wald immer bergauf fuhr. Die
Fahrt endete an einem weiteren Souvenir-Markt, den wir ignorierten
und steile, alte Steintreppen hinaufstiegen. Zuerst sahen wir den
Tempel der Inschriften und dem Tempel der Roten Königin daneben.
Schon innerhalb der ersten 5 Min. stellten wir fest, dass hier nicht
mal 1/10 der Besucher waren, wie zuvor in Chichén Itzá. |
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Unser Rundgang führte weiter, vorbei am Tempel der Sonne zum Tempel
des Kreuzes eine 20 Meter hohe Pyramide, auf die wir auch
hinaufkletterten. Selbstredend, dass wir von dort einen
hervorragenden Überblick hatten. Zudem waren mittlerweile die Wolken
verschwunden, die Sonne war mit voller Kraft wieder da und der Wald
dampfte förmlich aufgrund des vorherigen Regens. Wir schauten uns
auch noch beim Palast um, das von den Ausmaßen größte Gebäude in
Ruinen von Palenque. Dem folgten noch weitere, kleinere Ruinen im
Norden der Anlage, woraufhin wir einem Wanderweg durch den Wald
folgten. Dieser führte entlang eines Flusses mit kleinen
Wasserfällen und einer Hängebrücke. |
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Gegen 15 Uhr hatten wir alles gesehen und gelangten wieder zur
Straße. Dort warteten wir gut 30 Min. auf einen Bus, der uns wieder
zum Ausgangspunkt fuhr, wo unser Mietwagen stand. Damit sind wir
dann auch gleich weiter in die Berge, und zwar 40 Min. über eine
asphaltierte, aber steile Straße, welche durch den tropischen
Regenwald führt. Dort wurde schwer gebaut, wir hatten den Eindruck,
es wurden ganze Berge versetzt – vermutlich baut man dort eine
Straße mit Brücken und Tunnel über / durch die Berge. Unser Ziel war
der Wasserfall Cascada Misol Ha. Die letzten 3 km (ab dem Abzweig
von der Hauptstraße) musste wieder 20 MXN für die Straßenbenutzung
bezahlt werden und kurz vor dem Parkplatz weitere 50 MXN für den
Zugang zum Wasserfall (Stichwort ATM auf der Stirm). |
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Auf dem Parkplatz war dann lautes Geschrei aus den hohen Bäumen, was
wir zuerst gar nicht einordnen konnten. Des Rätsels Lösung waren
Brüllaffen in den Bäumen. Wir liefen vom Parkplatz zum Wasserfall,
wo ein drittes Mal Geld kassiert wurde. Dann aber gelangten wir zu
den 25 Meter hohen Wasserfall, dessen Wasser aus dem Tropenwald über
einen Felsen in einen See hineinfällt. Auf ein Bad im vorgenannten
See verzichteten wir und gingen stattdessen einen kleinen Weg
entlang, der hinter den Wasserfall führt. Auch dafür wollte man
Geld, was wir diesmal aber ignorierten und einfach weitergingen –
genug ist genug. Die letzten Meter liefen wir geduckt hinter Felsen,
woraufhin das Wasser dann vor uns in vorgenannten See fiel. |
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Dann wieder 40 Min. die Landstraße mit den
vielen Baustellen zurück nach Palenque, wo wir erstmal einen
Supermarkt ansteuerten. Dann wieder zurück zu unserer Unterkunft,
von wo aus wir zu Fuß zu einem etwa 1 km entfernten Restaurant
liefen. Zu guter Letzt schauten wir uns entlang der beleuchteten
Wege die Hotelanlage noch etwas genauer an, welche mitten in den
tropischen Wald gebaut war. |
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