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28.11.2025 - Reisebericht Mexiko - Tag 9 - Isla Aguada nach Palenque - Chiapas Archäologischen Park - Tempel der Inschriften - Tempel der Roten Königin - Tempel der Sonne - Tempel des Kreuzes - Cascada Misol Ha

Reiseblog - Fotoblog - Nordamerika - Mexiko - Palenque - Boutique Hotel Quinta Chanabnal

 
 
 
 

Wegen der massiven Kommunikationsschwierigkeiten (niemand sprach Englisch) und der Tatsache, dass sich der Service deshalb von uns fernhielt, verzichteten wir auf das Frühstück im Hotel. Wir fuhren mit unserem Mietwagen in den kleinen Ort Isla Aguada, wo wir einen OXXO-Supermarkt fanden. Der war zwar nicht groß, aber wir fanden alles, was wir benötigten. Damit fuhren wir zurück zum Hotel und aßen unsere Einkäufe frech im Restaurant, was niemanden kümmerte. Um 8:30 Uhr machten wir uns bereits auf den Weg, da es heute einiges an Strecke zu machen galt – in Summe waren 288 km zurückzulegen. Zuerst wieder 45 Min. die landschaftlich schöne Strecke entlang dem Meer, die wir am Vortag schon gefahren sind.

 
 
 
 

Dann weiter über eine Brücke über die Lagune und durch den Ort Sabancuy. Daraufhin gute 30 Min. über einen Damm, rechts und links an einem Mangrovenwald vorbei. Dann weiter über mal mehr, mal weniger gute Straßen mit viel LKW-Verkehr und immer wieder Militär-Checkpoints. Wir durchfuhren die Bundesstaaten Campeche, Tabasco und an der Chiapas Grenze, war wie aus dem Nichts ein großer Stau auf der Landstraße. In dem standen wir gut 30 Min., denn alle Fahrzeuge mussten durch eine Kontrollstelle fahren. Im Bundesstaat Chiapas wurde die Landschaft hügeliger und leider auch der Himmel immer dunkler. Als wir schließlich um 12:30 Uhr unser Ziel Palenque erreichten, regnete es „aus Kübeln“.

 
 
 

 
 

Zudem waren die Straßen in Palenque auch irgendwie voller, chaotischer – die Stadt fühlte sich mehr nach „Dritter Welt“ an, wie der Rest in Mexiko, den wir bisher gesehen hatten. Wir fuhren gleich zu unserem Hotel, welches sich inmitten eines tropischen Regenwaldes befand. Nach dem Check In ging es gleich 5 km weiter zu den Ruinen von Palenque, eine Maya-Stadt inmitten des Dschungels. Wir wurden auf den riesigen Parkplatz geleitet, von wo aus wir vorbei an zahlreichen (geschlossenen) Souvenirshops zur Kasse liefen. Auch hier mussten wieder 2 Tickets an verschiedenen Schaltern kaufen. Als nächstes wollte man Geld für den Minibus, der uns die 4 km bis zum Eingang des Archäologischen Parks fuhr – selbst mit dem Mietwagen zu fahren ist ja für die lokale Bevölkerung weniger einträglich.

 
 
 
 

So langsam kamen wir uns irgendwie ausgenommen vor, als hätten wir die Buchstaben ATM auf der Stirm. Zu allem Überfluss begann auch noch einer dieser starken Regenschauer, den wir eine Stunde zuvor schon erlebt hatten. Den warteten wir ab und stiegen in einen kleinen Van, der uns durch den dichten Wald immer bergauf fuhr. Die Fahrt endete an einem weiteren Souvenir-Markt, den wir ignorierten und steile, alte Steintreppen hinaufstiegen. Zuerst sahen wir den Tempel der Inschriften und dem Tempel der Roten Königin daneben. Schon innerhalb der ersten 5 Min. stellten wir fest, dass hier nicht mal 1/10 der Besucher waren, wie zuvor in Chichén Itzá.

 
 
 
 

Unser Rundgang führte weiter, vorbei am Tempel der Sonne zum Tempel des Kreuzes eine 20 Meter hohe Pyramide, auf die wir auch hinaufkletterten. Selbstredend, dass wir von dort einen hervorragenden Überblick hatten. Zudem waren mittlerweile die Wolken verschwunden, die Sonne war mit voller Kraft wieder da und der Wald dampfte förmlich aufgrund des vorherigen Regens. Wir schauten uns auch noch beim Palast um, das von den Ausmaßen größte Gebäude in Ruinen von Palenque. Dem folgten noch weitere, kleinere Ruinen im Norden der Anlage, woraufhin wir einem Wanderweg durch den Wald folgten. Dieser führte entlang eines Flusses mit kleinen Wasserfällen und einer Hängebrücke.

 
 
 
 

Gegen 15 Uhr hatten wir alles gesehen und gelangten wieder zur Straße. Dort warteten wir gut 30 Min. auf einen Bus, der uns wieder zum Ausgangspunkt fuhr, wo unser Mietwagen stand. Damit sind wir dann auch gleich weiter in die Berge, und zwar 40 Min. über eine asphaltierte, aber steile Straße, welche durch den tropischen Regenwald führt. Dort wurde schwer gebaut, wir hatten den Eindruck, es wurden ganze Berge versetzt – vermutlich baut man dort eine Straße mit Brücken und Tunnel über / durch die Berge. Unser Ziel war der Wasserfall Cascada Misol Ha. Die letzten 3 km (ab dem Abzweig von der Hauptstraße) musste wieder 20 MXN für die Straßenbenutzung bezahlt werden und kurz vor dem Parkplatz weitere 50 MXN für den Zugang zum Wasserfall (Stichwort ATM auf der Stirm).

 
 
 
 

Auf dem Parkplatz war dann lautes Geschrei aus den hohen Bäumen, was wir zuerst gar nicht einordnen konnten. Des Rätsels Lösung waren Brüllaffen in den Bäumen. Wir liefen vom Parkplatz zum Wasserfall, wo ein drittes Mal Geld kassiert wurde. Dann aber gelangten wir zu den 25 Meter hohen Wasserfall, dessen Wasser aus dem Tropenwald über einen Felsen in einen See hineinfällt. Auf ein Bad im vorgenannten See verzichteten wir und gingen stattdessen einen kleinen Weg entlang, der hinter den Wasserfall führt. Auch dafür wollte man Geld, was wir diesmal aber ignorierten und einfach weitergingen – genug ist genug. Die letzten Meter liefen wir geduckt hinter Felsen, woraufhin das Wasser dann vor uns in vorgenannten See fiel.

 
 
 
 

Dann wieder 40 Min. die Landstraße mit den vielen Baustellen zurück nach Palenque, wo wir erstmal einen Supermarkt ansteuerten. Dann wieder zurück zu unserer Unterkunft, von wo aus wir zu Fuß zu einem etwa 1 km entfernten Restaurant liefen. Zu guter Letzt schauten wir uns entlang der beleuchteten Wege die Hotelanlage noch etwas genauer an, welche mitten in den tropischen Wald gebaut war.

 
 

     

                                                                                                                                                       

 
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