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Da wir mit Chichén Itzá zur Top-Touristen-Attraktion auf der
Halbinsel Yucatán unterwegs waren, sind am Straßenrand viele Händler
mit allerlei Krimskrams. Meistens in den Ortschaften auf Höhe der
erwähnten Huckel. Manche Straßen-Verkäufer sind auch so kreativ und
zeigen mit der Hand auf das Vorderrad (um eine Panne anzuzeigen) und
winken den naiven Touristen an den Straßenrand. Wir benötigten vom
Ort Valladolid knapp 1 Std. bis Chichén Itzá. Auch hier wurde
bereits 1 km vor dem eigentlichen Parkplatz gewunken, um den
Touristen auf Privat-Parkplätze zu dirigieren. Als der große
Parkplatz in Sicht war, ließen wir uns im Rückstau auch tatsächlich
darauf ein, da wir erstens nicht länger im Stau stehen wollten und
zweitens der Privat-Parkplatz mit 80 MXN tatsächlich etwas
preiswerter war als der Offizielle. |
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Zu den Kassen war es ein kurzer Weg, aber auch hier wieder maximale
Verwirrung. Man muss 2x Eintritt bezahlen, einmal an den
Nationalpark und an einer anderen Kasse dann nochmal an den Staat.
Wie in China ist hier der Eintritt für alle Ausländer bedeutend
teurer als für Mexikaner. Zusammen bezahlten wir etwas über 30 EUR
pro Person – das ist ordentlich. Dafür liefen wir zuerst 300 Meter
an zahllosen Händlern entlang, bis wir die mit 30 Meter Höhe größte
und höchste Pyramide, die Pyramide des Kukulcán (El Castillo) auf
einer großen Freifläche erreichten. Von dort liefen wir weiter über
die weitläufige Ruinenstätte zum Krieger-Tempel, mit Resten einer
Säulenhalle, dessen Pfeiler mit Kriegern verziert ist, wo aktuell
restauriert wurde. |
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Direkt daneben ist eine weitere, eher kleine, vierstöckige Pyramide,
der Tempel der Großen Tafeln. Dem folgte im Rahmen unseres
Rundganges die rituelle Ballspielarena Gran Juego de Pelota, fast
140 Meter lang, eingerahmt von hohen Mauern. Ich könnte in vielen
Sätzen weitere Sehenswürdigkeiten aufzählen – jedenfalls ist auf
einem großen Areal mitten im Regenwald viel altes Gemäuer, mal mehr,
mal weniger gut erhalten. Zudem überall Verkaufsstände – eine bunte
Mischung aus Open-Air-Museum und Flohmarkt. Nach insgesamt 2 ½ Std.
meinten wir alles gesehen zu haben, liefen wieder zurück zum Auto
und fuhren von dort eine Stunde zum Ort Izamal auch die "Gelbe
Stadt" genannt. |
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Der Grund ist simpel, im Stadtkern sind alle Gebäude dunkel-gelb.
Wie schon in Valladolid am Vortag, markiert auch hier das Zentrum
der Stadt ein kleines unbebautes Viereck mit etwas Grün und ein paar
Bänken, umgeben von Gebäuden mit (natürlich gelben) Arkaden – nennt
sich dort Zamná-Platz. Das nahe Kloster Convento de San Antonio
sahen wir uns nicht von innen, sondern nur von seinem großen
Vorplatz an. Zudem besuchten wir noch den Mercado Municipal
(überdachter Markt), wo aber gegen 15 Uhr noch wenige Läden geöffnet
hatten. Zum Abschluss folgte noch die Zona Arqueológica de Izamal,
eine Ruine einer Pyramide – sogar ohne Eintritt, aber nicht
unbedingt sehenswert. |
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Wieder zurück zum Mietwagen fuhren wir eine weitere Stunde zur
950.000 Einwohner Stadt Mérida. Unser Hotel Antelar Casa Destino war
nur 1 km vom Hauptplatz der Stadt entfernt und eine wundervolle Oase
der Ruhe mit großem Pool in Innenhof. Nach dem Check In und einem
kurzen Bad im Pool, liefen wir zum obligatorischen Platz im Zentrum,
der in Mérida Plaza Grande hieß. Auf dem Weg dorthin kamen wir an
zahlreichen Läden vorbei, Bekleidung, Lebensmittel und auch
Souvenirs – in Mérida war ordentlich was los. In einem kleinen
„Tante-Emma-Laden“ sahen wir auch, dass dort Zigaretten einzeln
verkauft wurden. Alles in Mérida war eine „Nummer größer“, als in
Izamal oder Valladolid. |
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Um den Plaza Grande sind alte, schön
restaurierte mehrstöckige Gebäude, Kutschen fahren Touristen herum –
das alles hatte ein besonderes Flair. Ebenfalls am Plaza Grande ist
die Catedral de San Ildefonso, wo an diesem Abend eine hl. Messe
stattfand. Direkt neben der Kathedrale ist die Pasaje de La
Revolución, eine schöne Passage mit Glaskuppeldach in der ein paar
Skulpturen in Verbindung mit einer Fotoausstellung befanden. Als
nächstes liefen wir zum Rathaus - Edificio Municipal de Mérida,
ebenfalls am Plaza Grande. Ein wunderschöner Kolonialpalast mit
Arkaden über zwei Etagen, großen Innenhof und mehreren großen
Gemälden – einfach nur wow! |
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Mittlerweile war es bereits 19:15 Uhr und wir
begaben wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Dabei sahen wir
zum ersten Mal diese kleinen Taschenständer, welche am
Restaurant-Tisch beigestellt wurde, wenn die anwesenden Damen
Handtaschen mit sich führten. Gegen 21 Uhr waren wir wieder zurück
in unserem Hotel und saßen dort noch etwas auf der Terrasse nahe dem
Pool. |
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