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Gegen 10:45 Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg nach
Campeche. Wir benötigten erstmal gute 30 Min., bis wir überhaupt aus
Mérida heraus waren. Endlose kleine Straßen im Schachbrettmuster und
immer wieder Ampeln. Mérida hat uns sehr gut gefallen, schade, dass
wir hier (wie immer) nur so wenig Zeit hatten – die Stadt hatte nach
unserer Wahrnehmung ein besonderes Flair. Für die 170 km zum Ort
Campeche benötigten wir 2 ½ Std., wie schon an vorherigen Tag über
hervorragende (diesmal mautfreie) Autobahnen in Mexiko. Nur die LKW
Haltebuchten sahen immer aus wie Müllhalden – Umweltbewusstsein gibt
es in Mexiko scheinbar noch nicht. |
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An unserem zuvor herausgesuchten Bezahl-Parkplatz in Campeche
angekommen, wurden wir sofort „weiter-gewunken“, scheinbar war alles
voll. Damit begann das Dilemma Parkplatz-Suche, was in der Stadt zur
späten Mittagszeit wirklich nicht einfach war. Nach mehreren Runden
hatten wir schließlich Glück und begannen bei 32 Grad Celsius (der
wärmste Tag unserer Reise) unseren Stadt-Rundgang. Zuerst zum Plaza
de la Independencia, der übliche Platz in der Mitte der Stadt mit
der üblichen Kirche, die in diesem Fall Santa Iglesia hieß. Auch
waren um den Platz wieder die üblichen Gebäude mit Arkaden, diesmal
allerdings in roter Farbe. Daraufhin liefen wir eine schnurgerade
Kopfsteinpflaster-Straße mit kleinen, eingeschossigen Häusern
entlang, von denen jedes eine andere Farbe hatte, zur Puerta de
Tierra. |
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Hierbei handelt es sich um ein steinernes Tor, der Durchgang durch
eine Altstadt-Mauer. Dort wurde gerade Bühnen-Equipment abgebaut,
als ob dort am Vortag ein Konzert war. Dann wieder zurück in die
Richtung, aus der wir gekommen waren, allerdings über eine parallele
Straße, auch hier wieder bunte, einstöckige Häuser, genauso, wie man
sich Mexiko vorstellt. Hier war der hintere Teil der Straße für den
Autoverkehr gesperrt und Restaurants hatten dort ihren Stische und
Stühle platziert. Dort sitzt man bestimmt ganz nett am Abend, aber
wir waren ja wie immer auf der Durchreise. Wir liefen weiter über
eine Hauptstraße zum nahen Meer. Leider ist dort kein Strand,
sondern nur eine endlose Betonwand – schade, dass man das Meer hier
nicht anders nutzt. |
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Parallel zum Ufer ist immerhin eine mehrere Kilometer lange
Promenade. Dort schauten wir kurz am Campeche-Schild vorbei und der
Skulptur „Die Braut des Meeres“ vorbei. Damit hatten wir innerhalb
einer Stunde eigentlich alles Wichtige in dem 300.000 Einwohner Ort
gesehen. Da der Ort aber auch eine gute Versorgungsmöglichkeit ist,
fuhren wir noch zum örtlichen Walmart. Ein riesiger Supermarkt aus
den USA, welcher in Mexiko auch nicht anders war. Dem folgten
weitere 2 ½ Std. Autofahrt. Davon 45 Min. wie gewohnt über eine
gute, zweispurige Autobahn mit wenig Verkehr und häufig mit Blick
auf das Meer zur Rechten. Ab dem Ort Champoton war dann mit dem
schnellen Vorankommen vorbei, die Straße führte über die Brücke
einer Flussmündung und schließlich durch den gar nicht mal so
kleinen Ort. |
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Die Restlichen 1 ¾ Std. führte die Landstraße einspurig, aber
dennoch gut ausgebaut im immer nah am Meer entlang. Zwischendurch
gab es mal die ein oder andere Straßensperre / Polizeikontrolle, von
welcher wir aber zum Glück (erstmal) verschont blieben. Es war schon
beeindruckend, mit welcher Mannstärke und entsprechender
Waffengewalt man hier dem Drogenkrieg begegnet. Unser Ziel war der
kleine Ort Isla Aguada, auf einer Nehrung, also eine langgestreckter
Sandstreifen, welche eine Lagune vom Meer abtrennt. Im Cielo Bonito
Hotel Boutique angekommen, begannen beim Check In gleich die
Sprachprobleme. Niemand sprach hier Englisch. Dafür aber war die
Lage um so idyllischer, das Hotel schien sehr neu zu sein und war
direkt am Meer gelegen. |
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Keine nennenswerte Bebauung in der Nähe und
andere Hotels sowieso nicht. Zudem waren in dem Hotel auch keine 10
Gäste, folglich hatten wir den Strand fast für uns allein. Als ich
um 18 Uhr in den Pool wollte, hieß es plötzlich wegen
Reinigungsarbeiten geschlossen. Auch setzten sich die
Sprachschwierigkeiten beim Abendessen um so mehr fort, wir erhielten
das Essen 20 Min. versetzt.. ich kann leider nichts Gutes über das Cielo
Bonito Hotel Boutique berichten. Wir saßen nach dem Essen noch etwas
am Strand, bis wir auch diesen Tag gegen 22 Uhr für beendet
erklärten. |
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