Woche 3
 
 
Woche 1

 

 
Unser Airbus A330-200 nach Dubai

Nachdem wir die letzten zwei großen Urlaube erneut in den USA verbracht haben, war eine andere Himmelsrichtung fällig. Als Doro´s Eltern Interesse an Südafrika bekundeten, war die Entscheidung, zu viert zu fliegen, schnell gefasst und das Ziel gefunden. Ihre Eltern wollten zwei Wochen urlauben, wir hingegen eine länger. Für unsere Reisezeit war Turkish Airlines mit 570 Euro, der preiswerteste Fluganbieter. Ohne gewisse Vorbehalte zu haben (oder gerade deswegen), wollten wir uns das doch nicht antun und wählten Emirates als Fluggesellschaft unseres Vertrauens nach Kapstadt. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die 164 Euro Mehrkosten pro Person, die angebliche 5–Sterne Airlines nicht wert waren. Dazu später mehr. Zwar war die Flugstrecke Düsseldorf – Dubai – Johannesburg – Kapstadt recht umständlich, aber die Möglichkeit, auf einen eintägigen Zwischenstopp in Dubai auf dem Rückweg, gab letztendlich den Ausschlag.

 
Woche 2

 

Um 11 Uhr begann der Urlaub. Ein Flughafen-Transfer-Service brachte uns für 40 Euro von Herne nach Düsseldorf. Drei Flugschalter waren geöffnet, davon einer für Passagiere, welche vorher den Online Check In genutzt hatten. Das habe ich am Vortag zuerst für Doro´s Eltern  gemacht, aber bei Doro und mir hakte das System beim Aufrufen der nächsten Seite plötzlich. Eine online Fortfügung war nicht möglich, da das System den Vorgang als abgeschlossen betrachtete und man scheinbar nur einen Versuch hat. Dennoch ließ man uns zum Schalter für Online Check In, an dem niemand anstand, einchecken. Allerdings hatte die Dame am Schalter erhebliche Probleme mit dem Handling. Diese äußerten sich dadurch, dass sie zuerst unser drittes Flugsegment von Johannesburg nach Kapstadt, nicht unter unserer Buchungsnummer im Computer fand und mir damit einen gehörigen Schrecken bereitete. Die nächste Hürde war, dass sie für dieses Segment keine Bordkarten drucken und die Koffer Folge dessen nicht durchlabeln konnte.

 
 

Flugroute Düsseldorf - Dubai

 
  Dubai Duty Free
 

Nachdem die Supervisorin sich der Problematik angenommen hatte, schafften es beide, dass wir wenigstens Bordkarten bis Kapstadt erhielten. Die Koffer mussten wir erst in Johannesburg entgegen nehmen und dort neu aufgeben. Komisches System. Folge des fehlgeschlagenen Online Check In zu Hause am Computer war es, dass wir Plätze in der Mittelreihe des Flugzeuges für den Flug nach Dubai erhielten und nicht alle vier zusammen sitzen konnten. Dann durch die Sicherheits- und Passkontrolle, welche wir schnell hinter uns brachten und so schnell im Terminal C waren. Dort steuerten wir die LTU Lounge im ersten Stock bei Gate 46 an. Angenehmes Ambiente mit den üblichen Getränken, kleinen Snacks und großer Anzahl an Zeitungen und Zeitschriften zum Mitnehmen. Nur keine Raucherecke, weshalb ich zum Stillen der Sucht, gegenüber in die Air Berlin Lounge ging, die ich bezogen auf das Ambiente nicht so schön fand. Gute 90 Minuten verbrachten wir in der dort, bis pünktlich zum Borden gerufen wurde.

 
                                  
 

 

Ebenfalls pünktlich, starteten wir mit dem Airbus A 330-200. Die Flugzeit von Düsseldorf nach Dubai betrug 6 Stunden und 10 Minuten. Ein ausgesprochen ruhiger Flug über Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, das Schwarze Meer, Türkei, Iran (die irakische Grenze akribisch umflogen, auch wenn es kürzer gewesen wäre) nach Dubai. Um Mitternacht erreichten wir den Dubai International Airport, wo die Zeitverschiebung zu Deutschland im Winter 3 Stunden beträgt (Sommer 4). Der Ankunftsbereich befindet sich im zweiten Stock des Flughafens und man folgt endlosen Gängen. Der Transitbereich, bzw. die Abflugebene ist ein Stockwerk tiefer. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass sich die Duty Free Geschäfte in Dubai, noch eine Etage tiefer befinden. Insbesondere lohnen sich Zigaretten, im Dubai Duty Free für 8,60 Euro pro Stange zu kaufen (Stand Februar 2008). Alkohol ist nicht wesentlich preiswerter als im deutschen Duty Free, was aufgrund der Alkoholrestriktionen in arabischen Ländern nicht verwundert. Auf dem Gang herrschte ein gewisses Chaos.

 
Flugoute Dubai - Johannesburg
 
  Luftbild Johannesburg
 

Indische und pakistanische Gastarbeiter lagen auf dem Fußboden und schliefen. Wir steuerten zielsicher die DCA Business Class Lounge zwischen Gate 8 und 10 an. Vom Ambiente nicht mit Düsseldorf zu vergleichen, aber mit einer besseren Auswahl an Speisen in Buffetform (auch warmen), reichlich Internet Terminals und einem (natürlich) Raucherraum. Nach zwei alkoholfreien Bier (ist ja fast wie auf Hawaii in den sich Vereinigten Emiraten) war es fast 2 Uhr nachts und mir fielen die Augen zu. Das blieben sie auch die nächsten 90 Minuten, bis Doro mich freundlicher Weise weckte, da wir zum Anschlussflug mussten. Bis alle in die Boeing 777-300 eingestiegen waren, hatte der Flug ½ Stunde Verspätung. Auch dieser Flug, wie bereits der erste, war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Flugstrecke Dubai – Südafrika, ging quer über die arabische Halbinsel und dann immer der ostafrikanischen Ostküste entlang. Die Flugzeit von Dubai nach Johannesburg betrug 8 ½ Stunden, sodass wir um 11:30 Uhr den O.R. Tambo Flughafen in Südafrika erreichten.

 

 

 

Bis auf das Essen, welches eine Stunde nach dem Start ausgeteilt wurde, verschlief ich den Flug komplett. Insgesamt muss ich sagen, hat mich Emirates Airlines ein wenig enttäuscht. Ich konnte keine größere Beinfreiheit feststellen, und die Versorgung mit Getränken war auch nicht besser als anderswo (vom mäßigen Essen ganz zu schweigen, was aber Geschmacksache ist). Das Unterhaltungsprogramm im Airbus hatte kein Video on Demand, wie immer bei den US-Amerikanischen Fluggesellschaften oder Quantas. Über die Probleme des Personals in Düsseldorf habe ich mich bereits ausgelassen. Kurzum – nicht besser oder schlechter, als andere Airlines auch. 5 – Sterne Airline? Konnte ich nicht erkennen. In Johannesburg angekommen, liefen wir erneut über endlose Gänge, benötigten wir 15 Minuten zur Passkontrolle, an welcher wir eine lange Schlange vorfanden. Dieses minderte unsere Chance, bei nur 90 Minuten Umsteigezeit (von welcher bereits 30 Minuten wegen der Verspätung aufgezehrt waren), unseren letzten Flug nach Kapstadt zu erreichen.

  Boeing 737-200 unseres Comairfluges (von der BA durchgeführt)
 
                                  
 

 

Ankunft Kapstadt Flughafen
 

Gut 30 Minuten benötigten wir, bis endlich der Stempel im Pass war. Schnell zum Kofferband, und mit den vier großen Reisetaschen im Galopp vom internationalen zum nationalen Terminal. Dazu muss man das internationale Gebäude verlassen und links den einzigen Weg (gar nicht zu verfehlen)  ca. 800 Meter folgen. Es gibt keine Verbindung innerhalb der Gebäude. Nass geschwitzt (bei 28 Grad), erreichten wir den British Airlines Schalter, der unseren Comair Flug abfertigte. Zu unserem Erstaunen, konnten wir das Gepäck noch abgeben (was wir zum erneuten Erstaunen auch in Kapstadt wiedersahen) und flitzten angezogen zum Gate. Dieses wurde 5 Minuten später geöffnet und mit einer Boeing 737-200, der man ihr betagtes Alter ansah, flogen wir pünktlich um 12.30 Uhr, unserem endgültigen Ziel entgegen. Die Flugzeit Johannesburg - Kapstadt betrug 1 Stunde und 50 Minuten. Bei strahlendem Sonnenschein in Johannesburg gestartet, flogen wir bald in eine Wolkendecke.

 

 

Diese hielt bis Kapstadt vor, wo wir bei regnerischem Wetter bei und 24 Grad um 14:40 Uhr landeten. So hatten wir uns die Flucht in den Sommer der Südhalbkugel nicht vorgestellt. Der kleine Kapstadt International Airport befand sich, wie jener in Johannesburg auch, wegen der bevorstehenden Fußball WM schwer im (An)Bau, sodass er von meinem letzten Besuch her kaum wieder zu erkennen war. Die Koffer hatten wir erneut schnell und nachdem wir an einem ATM Automaten südafrikanische Rand gezogen hatten, begaben wir uns zur Autovermietung. Natürlich erst zur Falschen, da ich anstelle AVIS, Europcar im Hinterkopf hatte. Wir erhielten nach kurzem Papierkram schnell den bestellen Toyota Avensis. Das Fahrzeug ist entweder ein 8-Sitzer oder die hinteren Sitze können umgeklappt werden, sodass vier große Koffer hinein passen. Eine preiswerte Alternative zum Minivan, der deutlich teurer ist. Ich fand glücklicher Weise auf Anhieb den Weg nach Camps Bay, den ich grob in Erinnerung hatte.

 
 
Unsere Unterkunft für die ersten zwei Tage
 

 

Die Küste von der Terrasse aus
 

Ein kräftiger Regenschauer unterwegs, bei dem das Wasser in Bächen die Straßen herunter floss, nahm uns die letzte Hoffnung auf sonnige Tage. In der Fullham Lodge in Camps Bay angekommen, wo wir zwei Übernachtungen vorgebucht hatten, sprang ich zuerst in den Pool. Jener war direkt hinter dem Terrassenfenster unseres Appartements, mit 2 Schlafzimmern und einem Wohnzimmer, nebst Küchenzeile. Für 2.200 ZAR = 197 Euro hatten wir die vorgenannte Garden Suite (es gibt noch weitere, kleinere Wohnungen im gesamten Haus) gemietet, mit schöner Aussicht auf den Atlantik, da sich fast alle Häuser in Camps Bay am Hang befinden. Grundsätzlich würde ich beim Aufenthalt in Kapstadt, Camps Bay als Ort der Unterkunft wählen, obwohl leider deutlich teuerer, als z. B. Bloubergstrand in der selben Kategorie. Grund ist die Nähe zu Kapstadt (keine 10 Minuten mit dem Auto ins Zentrum).

 

 

Man fährt über den Hügel, ist somit aus der Großstadt heraus, hat einen schönen Blick auf das Meer, einen schönen Strand und ist insbesondere sicher. Nach einer Stunde des Verschnaufens, Planschens im Pool und auspacken der Koffer, machten wir uns auf den Weg und kauften die notwendigen Getränke im Pick´n Pay (den Supermarkt gibt es an jeder Ecke in Südafrika). Im Anschluss fuhren wir zur V&A Waterfront. Detaillierte Erklärungen zur V&A Waterfront, könnt Ihr auf der Kapstadtseite meines letzten Reiseberichtes erfahren. Da es bereits 19 Uhr war und dunkel wurde, liefen wir ein wenig am Clock Tower und den angrenzenden Restaurants herum, um uns im belgischen Restaurant „DEN ANKER“ niederzulassen. King Size Shrimps mit Pommes mussten es den Abend sein (komische Zusammenstellung, gebe ich ja selber zu). 21 Uhr war es, als wir die V&A verließen und die Geschäfte schlossen. Wir kauften schnell noch einen Adapterstecker und machten uns müde auf den Weg zur Fullham Lodge. Dort tranken wir auf der Terrasse noch einen Absacker, bevor der anstrengende Tag ein Ende nahm.

 
Direkt hinter dem Appartement die 12 Aposteln
 
                                                                                                                
 
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