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Dort telefonierten wir mit der B&B Unterkunft „La Pension“ in
Oudtshoorn, wo wir die nächste Übernachtung reservierten. Wir
setzten die Fahrt bei wolkenlosem Himmel und deutlich mehr als
30 Grad Celsius auf der R62 fort, bis wir 21 km später bei Zoar,
den Abzweig zum Seweweekspoort Pass erreichten. Kein Pass, der
die Berge überwindet, sondern eine sich in unzähligen Kurven und
mit nur 400 Metern Höhendifferenz, durch die Berge schlängelnde
Straße, durch die bis über 2.500 Meter hohen Swartberge. Von der
R62 zweigt eine sehr gut befahrbare und mit Seweweekspoort
ausgeschilderte Piste ab. Diese führt gerade zu auf die Berge.
Nach ersten Kurven hat man den Eindruck in ein Sackgassen-Bergtal hinein zu fahren und kann sich nicht
vorstellen, ohne über die Anhöhe zu müssen, diese riesigen Berge
überwinden zu können. Man fährt immer einen kleinen Fluss
entlang, den man bei der gesamten Strecke des Seweweekspoort von
17 km, 23 mal überquert. |
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Man selber befindet sich dabei auf einer Höhe von 600 – 1000
Metern, wobei der Abstand zu den fast senkrecht aufragenden
Bergen von 2.500 Metern, an den engen Stellen weniger als 100
Meter beträgt. Auch dort kann man deutlich die Verwerfungen
sehen, wie der teilweise rote Stein durch die
Plattenverschiebungen senkrecht nach oben gedrückt wurde. Meiner
persönlichen Reihenfolge der besten Pässe oder Schluchten über die Swartberge, würde ich den Seweweekspoort Pass direkt hinter dem
Swartberg Pass einordnen, wobei letztgenannter durch nichts zu
übertreffen ist. Nur ist der Seweweekspoort weniger bekannt.
Also wenn Ihr auf der R62 unterwegs seit, unbedingt 1 ½ Stunden
für diese Straße einplanen. Auf der Nordseite, bietet sich des
weiteren ein kleiner Abstecher über eine weitere Schotterstraße
zum Garrkapoort Damm an, der selbst auf meiner detaillierten
Karte nicht eingezeichnet war. |
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Eine
Verbindung von dem Damm nach Prince Albert und dann zurück über den
Swartberg Pass, ist aber gemäß Beschilderung nicht möglich. Um 15.30
Uhr hatten wir diesen Abstecher beendet und fuhren über die breite
Ebene des Karoo weiter über die R62 in Richtung Osten. 24 km hinter
Zoar erreicht man den Huisriver Pass, über welchem sich die R62 in
lang gezogenen Kurven 400 Meter abwärts schlängelt. Landschaftlich
ebenfalls schön, nur war zum Zeitpunkt unseres Besuches dort eine
Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung und somit alle
Aussichtspunkte geschlossen. Also mussten wir ohne Stopp
durchfahren. Weiter durch die Ebene des Karoo, mit den großen
Swartbergen zur Rechten und den kleinen zur Linken, erreichten wir
39 km später unser Tagesziel Oudtshoorn. Nach kurzem Suchen fanden
wir in einer ruhigen Seitenstraße unsere Unterkunft "La Pension".
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Ein
für deutsche Verhältnisse riesiges Anwesen, mit penibel gepflegtem
tropischen Garten, auf dem sich drei Häuser befinden. Der Garten
beinhaltet alles, was man in Deutschland nur aus dem
Tropen-Gewächshaus kennt. Meterhohe Bananenpflanzen, Zitronenbäume,…
welchen einen 15 Meter langen Pool und eine Grillstelle umgeben. Das
Werk von einem Vollzeit beschäftigten Gärtner, dessen Sohn zudem am
Wochenende hilft. Da es um 17 Uhr immer noch über 30 Grad Celsius
war, hüpfte ich in den Pool und lies es mir anschließend in der
Sonne gut gehen. Später kamen die beiden Inhaber der La Pension zur
Terrasse, auf der auch das Frühstück serviert wird und es
entwickelte sich eine nette Unterhaltung. Wir stellten fest, dass
wir dort länger weilen wollten, hatten aber bereits am Morgen
telefonisch eine andere Unterkunft in Wilderness, unserem nächsten
Zielort, gebucht. |
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Hinzu
kam, dass in Wilderness, direkt an der Küste, davon auszugehen war,
dass es bewölkt ist und wir hinter den Bergen, im Karoo Sonne haben
würden. Ein Anruf bei dieser folgenden Unterkunft hatte das
gewünschte Ergebnis. Wir konnten einen Tag stornieren und alles
wurde gut. Da die Besitzer der La Pension in Oudtshoorn Speisekarten
der örtlichen Restaurants vorrätig hat, suchten wir in Ruhe aus wo
wir hin gehen wollten, und unsere Wahl fiel auf das Avocado Pierre,
direkt gegenüber dem CP Nel Museum, welches wie eine Kirche
aussieht, aber eine ehemalige Jungenschule ist. In dem Museum erhält
man Informationen über die Geschichte von Oudtshoorn in Verbindung
mit dem Einfluss der Straußenfarmen. Im Avocado Pierre, einem
Restaurant in offener Bauweise mit Terrasse, in welchem die Farbe
grün vorherrschend ist (warum auch ewig), füllten wir unsere Mägen.
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Man war fast schon in
übertriebener Weise auf guten Service bedacht, was auch voll und
ganz gelang. Ich aß erneut Straußensteak. Nach gut einer Stunde
fuhren wir zurück zu unserer Unterkunft und setzen uns auf die
Terrasse vor dem Pool, um die Route der folgenden Tage zu
besprechen. |
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