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Das
Tal wird hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt. Auf der
linken Straßenseite (jene, welche nicht im Schatten der Swartberge lag) Wein und auf der Rechten wieder Obst. Um 14.30
Uhr erreichten wir Montagu. Aufgrund seiner Lage, umrandet von
Bergen und einer 43 Grad warmen Quelle, welche den Pool des
Avalon Springs Hotel speist, ist der Ort touristisch geprägt.
Weitere Informationen zu den Quellen und Wanderwegen könnt Ihr
auf meiner Südafrika-Seite von 2006 lesen, wo ich darüber
ausführlich geschrieben habe (und auch die Quellen besucht
habe). Wir wollten zum Avalon Springs Hotel laufen um die
Quellen zu besuchen. Von weitem hörten wir bereits laute Musik
und die vielen Motorräder fielen uns schon auf der Landstraße
nach Montagu auf. Auf dem Gelände des Hotels war ausgerechnet
ein Harley Davidson Festival. Na klasse… 30 ZAR Eintritt pro
Person wollten wir natürlich dafür nicht zahlen, sodass wir
kehrt machten, wieder zum Auto liefen und die Fahrt durch den
Cogman´s Kloof Pass fortsetzten. |
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Kein Pass im eigentlichen Sinn, sondern eine schmale Schlucht,
an dessen Bergen man die Verwerfungen und Felsschichten deutlich
sehen konnte, wie sie fast senkrecht nach oben gedrückt wurden.
Danach, in den verschlafenen Orten Ashton und Bonnievale, die wir
darauf passierten, wurde die Landschaft zur Ebene, wir ließen
die Berge hinter uns. Ab Stormsvlei wurde die Strecke für die
nächsten 57 km, bis zu unserem Übernachtungsziel Bredasdorp,
eintönig. Endlose, grün Wiesen - es sah aus wie in
Niedersachsen. Um 16 Uhr erreichten wir das B&B Ovenberg Guest
House, in dem wir von unterwegs aus, telefonisch zwei Zimmer
reserviert hatten. Wir luden schnell unsere Koffer ab, um weiter
zum 24 km entfernten Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt des
afrikanischen Kontinents, zu fahren. Der Ort besteht fast
ausschließlich aus Ferienwohnungen wohlhabender Südafrikaner,
mit Blick dorthin, wo Indischer und Atlantischer Ozean
aufeinander treffen. |
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Der
südlichste Punkt ist natürlich gut ausgeschildert, auf dessen Weg
man an einem Leuchtturm vorbei kommt. Grundsätzlich sollte man den
Leuchtturm, mit dem darin befindlichen Museum, einen Besuch
abstatten. Es wird etwas über die Funktionsweise des Leuchtturms am
Kap Agulhas, als auch über die Notwendigkeit anderer Leuchttürme
erklärt. Da aber nur bis 16.45 Uhr geöffnet, machte dieses für uns
uhrzeitlich keinen Sinn mehr. Wir besuchten den südlichsten Punkt,
von dessen Parkplatz aus, dem Fußfaulen ein 50 Meter Marsch
abverlangt wird. Im Grunde sieht man nicht viel, einen Steinsockel
auf dem Atlantic Ocean und Indian Ocean steht. Das war es. Schautafeln,
welche unter unterschiedlichen Gesichtspunkten (geographisch,
meeresbiologisch), die Besonderheit dieses Punktes darstellen,
machten den Ort für mich interessant. |
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Zudem
wird auf zahlreiche Schiffswracks hingewiesen, welche ihr Dasein auf
dem Meeresgrund fristen. Eine knappe Stunde hielten wir uns dort
auf, bis wir gegen 18 Uhr begannen ein Restaurant zum Abendessen zu
suchen. Leider ist auch in Südafrika die amerikanische
Feiertagserfindung des weltweiten Einzelhandels (ich meine den
Valentinstag) sehr verbreitet, sodass alle Restaurants, bzw. deren
Tische reserviert waren. Wir suchten über 30 Minuten in dem Ort mit
weniger als 250 Häusern nach einer Möglichkeit satt zu werden, bis
wir in einem rustikalen, irischen Restaurant fündig wurden. Um 19
Uhr fuhren wir 24 km zurück nach Bredasdorp, wo wir den Abend auf
dem Zimmer des Ovenberg Guest House B&B ausklingen ließen. Auf den
ersten Blick fanden wir das Haus innen total verstaubt. Alles wirkte wie
aus dem vorletzten Jahrhundert.
Aber beim zweiten Hinsehen änderte sich dieser Eindruck. |
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Liebevoll bis ins Detail eingerichtet, hauptsächlich mit
Antiquitäten eingerichtet, alten knatschenden Holzböden und daraus
resultierend einer Atmosphäre aus Kolonialzeiten. In Summe sind wir
den Tag über 500 km gefahren und hatten somit viel Zeit im Auto
verbracht. Aber auf der anderen Seite hatten wir viel gesehen. Von
schroffen Bergen, schönen Pässen bis zur Ebene des Kap Agulhas. Ein
vielseitiger Tag. |
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