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Die Wanderung beginnt durch das Dickicht des Waldes, das aber
schon bald verlassen wird, um den Tugela River auf einer
Holzbrücke zu überqueren. Ab dann geht es aufwärts. Nicht sehr
steil, aber dennoch stetig. Bis man schließlich 100 Meter über
dem Fluss läuft, immer auf dem Bergrücken des auffällig
geformten Policemen´s Helmet und später in kleine Seitentäler,
immer auf der Anhöhe bleibend. Nach 90 Minuten Wanderung, 4,5 km
von unserem Startpunkt, wobei wir 310 Höhenmeter überwunden
hatten, beschlossen wir umzukehren. Der Policemen´s Helmet war
noch knapp unterhalb der Wolkendecke. Aber alle höheren Berge
waren gänzlich in Wolken gehüllt, sodass wir den Wasserfall
sowieso gänzlich sehen würden, da es immer nebeliger wurde, je
mehr wir in das Tal hinein kamen. Wie wir auf dem Rückweg
feststellten, die richtige Entscheidung, denn 20 Minuten vor der
Rückkehr zum Auto begann es erst leicht, dann immer heftiger zu
regnen. Um 16 Uhr wieder am Auto, fuhren wir zu einem weiteren
Highlight des Parks, die Kaskaden (wegen der kaskadenförmigen
Wasserfälle). Es regnete aber immer stärker, sodass wir nach
spätestens 5 Minuten gänzlich durchnässt gewesen wären. |
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Also beschlossen wir, den Park zu verlassen, um am Folgetag auf
besseres Wetter zu hoffen und dann ggf. zurückkehren. Über die
R74 gelangten wir in 40 Minuten nach Bergville. Der nächst
größere Ort in der Gegend. Wir entdeckten ein Kentucky Fried
Chicken Restaurant, wo wir verspätet zu Mittag aßen. Dort
erlebten wir die typisch südafrikanische Mentalität vieler
Farbiger. Bestellung eines, was auch immer ich Menüs. Anstelle
gleich zu Fragen, ob es Cola oder Fanta seien sollte, wurde die
Bestellung erst mal so aufgenommen. Wir warteten am Tisch, als
die Bedienung das erste mal kam. „Welches Getränk darf es sein?“
Dann ein zweites mal kam. „Welche Sauce hätten Sie gerne?“ Dann
ein drittes mal. „Die von Ihnen gewählte ist aus.“ Dann ein
viertes mal. „Die Sauce ist auch aus.“ Bevor es noch länger
dauert und die Dame noch 3 mal angetrabt kam, half nur die Frage
meinerseits: „Dann nehmen Sie doch die, die es gibt.“ Von
Bergville aus begannen wir die Suche nach einer Unterkunft. Es
gibt zwar ein Hotel in Bergville, aber wir wollten näher zu den
Bergen, damit am Folgetag die Anfahrt schneller geht. |
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Zurück zum Royal Natal Nationalpark fuhren wir eine kleine
Landstraße (es gibt außer der R74 nur noch eine weitere, Namenlose),
welche landschaftlich deutlich schöner ist, um den Wodstock Dam
Stausee herum. Nur waren auf dem Weg diverse kleine Ortschaften zu
durchfahren, sodass wir doppelt so lange wie über die R74
benötigten. Die Orte waren ausschließlich von der Farbigen
Bevölkerung bewohnt, die Hütten sahen sehr ärmlich aus und der
Grossteil der Bewohner stand auf der Straße herum. Folglich
durchfuhren wir diese Orte mit 30 km/h und wurden entsprechend
angestarrt, aber glücklicher Weise in Ruhe gelassen. Wieder am Royal
Natal Park, war es gänzlich dunkel. War fuhren die vor dem
Eingangshäuschen des Royal Natal Nationalparks, nach rechts
abbiegende Straße zum Rugged Glen National Reserves, fast nur noch
im Schritttempo. 5 km später erreichten wir das luxuriöse Orion
Mont-Aux-Sources Hotel. Auf dem Parkplatz sahen wir bereits mehrere
Reisebusse. Das hatte natürlich zur Folge, dass sämtliche Zimmer
ausgebucht waren. Also standen wir kurz vor 20 Uhr ohne Hotel und
ohne Idee, wo noch eines seien könnte. |
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An der Rezeption erhielten wir
den Hinweis, die Straße weitere 10 km zu fahren. Da wir im
strömenden Regen mittlerweile nur noch mit 20 km/h voran kamen,
dauerte es natürlich, bis wir Hlalanathi Ressort erreichten. Dieses
ist eine Mischung aus gehobenem Campingplatz, mit schön
eingerichteten Chalets, angrenzend an einem Golfplatz, mit großem
Swimmingpool. An der Rezeption fanden wir niemanden mehr vor, aber
im Schrankenhäuschen war noch jemand, von dem wir einen Schlüssel
für ein Chalet erhielten. Eine Doppelhaushälfte, aus drei Zimmern
bestehend mit Terrasse und allem was man benötigt. Sogar
Satellitenfernsehen gar ab dort, mit über 50 Programmen angrenzender
afrikanischer Staaten, aber auch Euronews, wo wir das erst mal seit
über zwei Wochen wieder die Nachrichten der Heimat sehen konnten.
Wir setzten uns noch eine Stunde auf die Terrasse, bis auch dieser
Urlaubstag für uns ein Ende fand. |
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