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Wir setzen uns auf der Terrasse eines nahen Restaurants direkt
am Strand und aßen zu Mittag. Wie zuvor informiert, fährt der
Outeniqua Choo Tjoe Dampfzug täglich um 14.15 Uhr in Mossel Bay
ab, sodass wir rechtzeitig mit dem Essen fertig waren und am
Rande des Schienenstranges standen. Unter mächtig Dampf, setzte
sich der Zug mit fünf angehängten Wagons pünktlich in Bewegung,
bis er nach drei Zwischenstopps, nach 2 Stunden und 20 Minuten
Fahrzeit, George erreicht. Im Anschluss verließen wir Mossel
Bay. Kurz vor der Autobahnauffahrt getankt, wollten wir direkt
zum Flughafen fahren. Wir hatten die Tankstelle bereits
verlassen, standen an der Ampel, als plötzlich ein Tankwärter
hinter uns her rannte. Grund: Wir hatten die falsche Tanksäule
bezahlt, obwohl der Tankwart diese an der Kasse ansagt. Das
Schlimme daran: Die bezahlte war preiswerter, als die getankte.
Also wieder zurück... Endgültig auf der Autobahn, waren wir in
30 Minuten am Flughafen in George. |
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Wir gaben das Auto ab, wo dem findigen Mitarbeiter auffiel, dass
die Radkappe fehlte. Obwohl diese schon beim Ausleihen defekt
war und das im Protokoll stand, interessierte es ihn nicht. Also
ein Schadenprotokoll ausfüllen. Zu Hause stellte ich erst fest,
dass mir dafür 80 Euro auf der Kreditkarte belastet wurde. 1) Wo
kaufen die Radkappen? 2) So kann man auch alt gegen neu erhalten
und sich noch bezahlen lassen. Frechheit! Der George Airport ist
klein, selbst Dortmund ist da groß gegen. Für den Rest des Tages
fanden nur noch fünf weitere Linienflugbewegungen statt. Am
leeren Kulula Schalter gaben wir das Gepäck auf und 5 Minuten
später waren wir bereits durch die Sicherheitskontrolle. Im
ersten Stock liefen wir zur Bidair Service Airport Lounge, am
Ende des Ganges. Klein, mit den üblichen Getränken und kleinen
Knabbereien, nichts besonderes, aber mit gutem Blick auf Roll-
und Startbahn. |
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Dort
sahen wir im Verlauf unserer einstündigen Wartezeit, pünktlich
unsere quietsch - grün lackierte Boeing 737-400 anrollen. 20 Min.
später gingen wir zum Ausgang und liefen kurz darauf über das
Rollfeld zum Flieger. Die ebenfalls quietschgrünen Sitze, waren zu
85% gebucht. Nach humorvoller Sicherheitseinweisung, flogen wir
pünktlich um 16:15 Uhr in Richtung Norden. Über die zwei Bergketten
der Swartberge und das Karoo, das Gebiet, in welchen wir uns die
letzten Tage aufhielten. Im Gegensatz zu den europäischen Airlines,
wurden bei Kulula kostenlose Getränke ausgegeben. Der 1h 45 Min.
dauernde Flug verlief ereignislos. 20 Minuten nach dem Start flogen
wir in ein Tiefdruckgebiet, sodass Wolken unter uns waren und wir
unten nichts sahen. Bis zum Landeanflug bei Sonnenuntergang, als
sich die ersten Wolkenlücken zeigten. Pünktlich um 18 Uhr erreichten
wir das Drehkreuz für das südliche Afrika, den J.O. Tambo Flughafen.
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Nach
Rundfahrt über das Vorfeld, parkten wir an einem Finger (was bei den
Parkpositionen der Billigflieger in Europa auf dem Vorfeld, nicht
selbstverständlich ist) und erreichten zu Fuß das Flughafengebäude.
Nach langem Spaziergang zum Kofferband, waren die Koffer erneut vor
uns da. Wir verließen zügigst den Flughafen und liefen zum National
Autoverleih. Aufgrund der Umbauarbeiten fanden wir jenen nicht auf
Anhieb, aber freundliches Nachfragen brachte uns weiter. Da in
Johannesburg kein Minivan wie in Kapstadt auszuleihen ist, haben wir
uns bereits zuvor für einen Jeep entschieden. Mit Platz für vier
große Koffer. Am National -Schalter lief alles locker, humorvoll ab.
Wir erhielten den Schlüssel für einen Hyundai Tuscon, in der
Tiefgarage ganz vorne geparkt. Vom Flughafen aus, auf das Gewirr von
vielen Autobahnen am Flughafen, verfuhren wir uns dank Doro´s
exzellenten Kartenlesens nicht und fanden den Weg nach Randburg.
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Erst
auf die N3, die auf die N1 überging entlang, den Außenring von
Johannesburg, da ich Fremden nicht empfehlen würde, bei Dunkelheit
quer durch die Stadt zu fahren. Manche Stadtteile sind für Weiße No
Go Zonen. Nach 40 Minuten Fahrt erreichten wir das Mercure Hotel in
Randburg. Hinter hohen Mauern, mit Stachel- und Elektrodraht und
einem Wachmann am Tor. So ist das Leben in Johannesburg. Als wir die
Lobby betraten, sahen wir am plötzlich wechselnden Gesichtsausdruck
des Rezeptzionisten, dass etwas nicht stimmt. Genau so war es. Er
bedauerte, dass das Hotel ausgebucht sei. Wir bedauerten, dass wir
eine Reservierung (auch dabei) hatten. Alles Bedauern half nichts,
er sei ausgebucht und könnte uns nicht helfen. Alles Verhandeln,
zwischenzeitlich lächeln und schlussendlich drohen (mit der Acror
Zentrale in Frankreich) brachte rein gar nichts. Wofür hatten wir
denn vorgebucht? |
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Der eilig in Deutschland angerufene Kundenservice, denn
schließlich hatten wir über die deutsche Mercure Internetseite
gebucht, war natürlich um 20:30 Uhr nicht mehr im Büro. So
standen wir in der gefährlichen Stadt Johannesburg ohne
Unterkunft. Uns ein anderes Hotel buchen, wollte uns der Mann
hinter dem Tresen nicht. That´s Africa! Also machten wir
selbständig das Apollo Hotel, 5 Fahrminuten entfernt, ausfindig
und checkten dort zum doppelten Übernachtungspreis ein. Ob
Mercure Deutschland die Mehrkosten übernimmt, steht aktuell noch
nicht fest. Ich werde es aktualisieren. Das Apollo Hotel ist ein
Tagungshotel, wie der Name vermuten lässt, im römischen Stil. Da
aber keine Tagung war, waren außer uns kaum Gäste dort.
Überhaupt waren im Stadtteil Randburg, oder zumindest im Teil,
in dem wir uns bewegt haben, viele internationale Firmen mit
ihren Holdings ansässig. Nach all dem Stress bereits 22 Uhr,
fuhren wir zum bereits zuvor entdeckten Mc Donalds und stärkten
uns. Im Anschluss sind wir direkt zurück ins Hotel und haben den
Rest des Abends TV gesehen. |
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