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Ein abzweigender Weg führt noch höher in die Berge hinein, zum
Highland Mountain Retreat (nur für Gäste des Camps). Der Oribi
Loop ist aufgrund der Aussichten lohnenswert, wobei ich den
Blesbook Loop deutlich schöner fand. Um 16.40 Uhr wieder auf der
Hauptstraße, kam uns die Idee, nach Lesotho zu fahren, denn
schließlich ist hinter den Bergen die Grenze. Aber so einfach
ist das nicht, weil der nächste Übergang erst bei Fouriesburg
ist. Wir verließen den Park in Richtung Clarens. Kurz vor dem
Ort zweigt links die R711 ab, welche wir 38 km befuhren, durch
hügelige Landschaft, zur Linken parallel der Grenze zu Lesotho
entlang. Farmen mit Weiden für Rinder und Schafe befinden sich
am Wegesrand, wie auch Sandsteinberge mit Formen, die ich
aus dem amerikanischen Westen kenne. Hinter Clarens begann es
zu regnen, aber im weiteren Verlauf kam immer mehr die Sonne
durch, sodass ein Regenbogen zu sehen war und die Berge goldgelb
leuchteten. Bei Fouriesburg verließen wir die R711 und fuhren
über eine kleine Nebenstraße, noch 5km bis zum Grenzübergang bei
Burtha Buthe. |
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Durch Zäune gesichert, wie man es wegen des Schengener Abkommens
in Europa gar nicht mehr kennt. Bei den südafrikanischen
Behörden bekamen wir einen Stempel in den Pass, dass wir
offiziell ausgereist sind. Dns lief ganz problemlos. In Lesotho
mussten wir ein Formular ausfüllen, in welchem wir uns erklären
mussten und die Gründe nennen, warum wir das Land besuchen
wollten. Dann noch 5 ZAR Straßenbenutzungsgebühr und nach 15
Minuten waren wir in das Königreich eingereist. In Lesotho waren
wir erschrocken über die Armut. Südafrika mag ein Schwellenland
sein, Lesotho hingegen ist definitiv ein Entwicklungsland. Die
Hütten waren ärmlich und das Leben der Bewohner fand auf der
Straße statt. Da es wenig private Autos gab und in unserem zwei
Weiße saßen, drehte sich jeder um. Grundsätzlich habe ich nicht
einen einzigen Weißen in unseren 40 Minuten Aufenthalt in
Lesotho gesehen. Ein unserem Empfinden nach komisches, bzw.
beklemmendes Gefühl. Auf dem Weg zum ersten Ort hinter der
Grenze, Burtha Buthe, machten wir die unangenehme Erfahrung,
dass eine Gruppe von 8 jungendlichen, einen ca. 1,5 Meter langen
Stock mit sich führten. |
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Kaum waren wir auf ihrer Höhe, deuteten sie mit dem
Stock an, stehen zu bleiben. Natürlich machten wir das
nicht, was zur Folge hatte, das sie so taten, als wollen
sie auf das Autodach schlagen, was sie aber letztlich
doch nicht machten. Der Schreck jedenfalls saß, zumal
wir den selben Weg noch zurück mussten. Im Burtha Buthe
mussten wir unseren Wagen tanken, da wir es sonst kaum
zurück über die Grenze geschafft hätten. Gleich
versammelten sich mehrere Leute, wobei ich eine
Unterhaltung über Fußball begann (meiner Meinung nach
populär und unverfänglich). Im Anschluss fuhren wir die
Hauptstraße von Burtha Buthe entlang. Die Straße war
voller Menschen, es standen viele alte, klapperige
Sammeltaxis am Straßenrand und alles war für unser
Verständnis absolut chaotisch. Da es bald dunkel wurde,
hatten wir genug gesehen und fuhren zurück zum
Grenzübergang. Dabei wieder gleiches Spiel. Eine Gruppe,
diesmal in traditionellen Gewändern, schwang den Stock
schon lange bevor wir in deren Nähe waren. Angedeutete
Schläge, begleitet von lautem Gejohle, aber letztendlich
passierte wieder nichts. |
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Am Lesotho Grenzposten
mussten wir unseren Ausreisestempel abholen, 100 Meter durch
das Niemandsland über eine Brücke fahren und schließlich in
Südafrika wieder einreisen. Mittlerweile stockdunkel, waren
wir froh, wieder auf der unserer Meinung nach sicheren Seite
zu sein. Dieser kurze Ausflug nach Lesotho war uns
unheimlich. Die Bergwelt mag unglaublich schöne Landschaften
bieten, von denen wir gar nichts gesehen haben, aber was wir
erlebten und sahen, schreckte uns ab. Sicherlich gewöhnt man
sich mit zunehmender Zeit im Land daran, aber trotzdem war
es für uns ein Kulturschock. Wir benötigten 1 Stunde zurück
zur Schranke des Golden Gate Nationalpark, da ein
Muldenkipper LKW vor uns schlich, die Straße kurvig war und
ich mich nicht traute zu überholen. Zurück im Nationalpark
steuerten wir das Bradwag Hotel an und bedienten uns für 100
ZAR am reichhaltigen Buffet, welches bis 21 Uhr geöffnet
hat. Den Rest des Abends verbrachten wir auf der Terrasse
unserer Rundhütte. |
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