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Weil es kürzer ist, wählten wir die nördliche Variante. Welche
landschaftlich schöner ist. Ob auch aufgrund der Mautkosten
preiswerter, kann ich leider auch nicht sagen... Wir fuhren ohne
Pause die langweilige Strecke, bis es 200 km vor Johannesburg
die Bewölkung immer mehr zu nahm. Nichts mehr mit heißen
Temperaturen. Kurz vor Johannesburg waren es nur noch 22 Grad,
der Himmel dunkel und so wie die Straße unter Wasser stand,
musste es kurz vorher stark geregnet haben. Da wir samstags
unterwegs waren, war wenig los auf den Autobahnen rund um
Johannesburg und Pretoria. Wir fuhren den Schildern in Richtung
Flughafen nach, bis wir am Cargo Center die Suche nach einem
Hotel begannen. 5 Stunden, incl. 30 Minuten Mittagspause hatten
wir für 500 km benötigt. Nicht unbedingt ein Katzensprung zum
Krüger Park von Johannesburg aus. Wenn man sich allerdings für
die südlicheren Reserves bei Nelspruit entscheidet, kann man
sich zumindest die 2 ½ Stunden Landstraße sparen. Alternativ
kann man natürlich auch fliegen. Hinweisschilder zu den Hotels
nahe des Cargo Centers waren vorhanden, nur waren jene alle
ausgebucht. |
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Hotels ist das falsche Wort, private Pensionen mit bis zu 15
Gästezimmern im Stadtteil Kempton Park sind gemeint. Hinter 3
Meter hohen Mauern, auf denen sich Stacheldraht und Elektrozäune
befinden, keine 7 km zum Flughafen aber dennoch kaum Fluglärm.
Nachdem wir zur vierten Unterkunft geschickt wurden, der Afrika
Lodge, hatten wir Glück. Das Zimmer des kleinen Tagungshotels
musste noch gereinigt werden und 30 Minuten später war es
bezugsfertig. Wir geduldeten uns und waren schwer überrascht,
was für ein super Zimmer wir bekamen. Mit Wohn- und
Schlafbereich, ca. 40 m2, groß mit reetgedecktem
Dach, wie in einer afrikanischen Hütte. Der Gebäudekomplex war
einem afrikanischen Dorf nachempfunden und das mitten in
Johannesburg. Nur 50 Euro für ein Doppelzimmer für eine 4 –
Sterne Unterkunft. Ein Glücksfall. Doro´s Eltern packten
endgültig die Koffer, denn noch am gleichen Abend flogen Sie
zurück nach Deutschland. Wir brachten sie zum Flughafen, gaben
den Jeep ab und hatten für den Rest des Urlaubes, wo wir nur
noch zu zweit unterwegs seien werden, einen kleineren Wagen
gebucht. So kam das Thema Parkgebühren am Flughafen gar nicht
auf. Es gab keine Probleme bei der Abgabe, alles war in 2
Minuten erledigt. |
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Der Tank war voll und Kratzer waren auch nicht am Auto. Zu Hause in
Deutschland, musste ich allerdings erneut feststellen, dass AVIS 45
Tage später wieder mal 17 Euro meiner Kreditkarte belastet hat. Ein
ähnliches Problem hatten wir zuvor mit dem Toyota, den wir an der
Garden Route fuhren. Die Preise im Angebot klein halten, dann aber
später Kasse machen... Reklamiert bei der Kreditkartengesellschaft
haben wir bereits, aber noch keine Reaktion. Am Flughafen dann der
große Abschied. Urlaubende für die Einen, Beginn der dritten und
letzten Woche für die Anderen. Nun alleine, liefen wir zur
Aussichtsplattform des O.R. Tambo Flughafens in Johannesburg. Wenn
es hell gewesen wäre, sicherlich auch sinnvoll. Im Anschluss
streiften wir kurz durch die Flughafengeschäfte, bis wir zur
Autovermietung (diesmal National) gingen. Verwöhnt durch die fast
neuen Autos zuvor, kam die Ernüchterung. Ein kleiner Crysler
Kleinwagen, der nach Zigarettenrauch stank und bereits 45.000 km
gelaufen hatte. Ein so altes Auto habe ich als Leihwagen noch nie
erhalten. Er sollte uns auch nicht die gesamte Woche begleiten, dazu
aber später mehr. Der Vermieter der Africa Lodge hatte uns zuvor
akribisch den Rückweg vom Flughafen aufgezeichnet und deutlich
bemerkt, dass wir anrufen sollen, wenn wir meinen falsch gefahren zu
sein. |
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Nicht auf eigene Faust suchen, war seine
deutliche Ansage. Er würde dann jemanden schicken, der uns abholt.
Die Mauern der Häuser waren nicht umsonst so hoch. Deshalb fuhren
wir auf den Rückweg zur Unterkunft auch durch den Drive In bei Mc
Donalds und verspeisten unser Abendessen im Zimmer. Wir setzten uns
noch in den Hof, besprachen die Tourplanung der kommenden Tage und
ließen den Tag im Bett liegend, die British Music Award Verleihung
im TV schauend ausklingen.
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