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Wer wollte, konnte jene unter Anleitung des Guides füttern. Nach
30 Minuten war die Tour beendet. Was hat mir auf der Cango
Ostrich Farm nicht so gut gefallen, was ich bei Highgate besser
fand: Wer einen schnellen, oberflächlichen Überblick haben
möchte, ist bei der Cango Ostrich Farm besser aufgehoben. Wer 90
Minuten Zeit hat und deshalb thematisch tiefer eintauchen
möchte, sollte besser zur Highgate Farm gehen. Weitere
Informationen zur Highgate Farm Tour, sind in meinem
Reisebericht 2006 zu finden. Im Anschluss fuhren wir zum
Highlight (nicht Highgate) des Karoos, dem Swartberg Pass. Von
Oudtshoorn sind es bis zum Beginn des Passes ca. 40 Minuten
Fahrzeit, durch ein landschaftlich zunehmend interessanter
werdendes Gebiet. Da es mittlerweile wolkenlos war, konnte ich
den Pass nun von beiden Seiten sehen (2006 war dichter Nebel auf
der Südseite). Man sieht von weitem, die über 2.000 Meter hohen
und schroffen Felsberge, die es gilt zu überwinden. |
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Große Warnschilder zeigen an, dass diese Straße nur von PKW ohne
Anhänger befahren werden kann. Und diese würde ich auch ernst
nehmen. Bei starkem Regen würde ich die Strecke ebenfalls nicht
fahren. Kurz nach den Warnschildern endet die Asphaltierung und
man fährt hauptsächlich im ersten Gang die steile Auffahrt
hinauf. Recht weit oben konnten wir erkennen, dass sich vor der
ersten Bergkette am Indischen Ozean die Wolken türmten, aber
nicht über jene hinüber kamen. Also die richtige Entscheidung,
einen Tag länger im Karoo zu bleiben. Nach 50 Minuten Fahrt
steil bergauf (wovon wir ca. 20 Minuten an Aussichtspunkten
verbrachten), erreichten wir den Scheitelpunkt des Swartberg
Pass, auf 1.583 Meter. Dass sich dort ein wunderschönes Panorama
bietet, muss ich nicht gesondert erwähnen, oder? Weiter führte
die Piste leicht bergab, die nächsten 3 km ohne nennenswerte
Serpentinen hinab zu einem Picknickplatz, direkt am Abgrund.
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Wenn
man nicht unter Höhenangst leidet, ein Must Stopp, mit
atemberaubendem Blick auf die Meiringsberge. Kurz dahinter biegt eine
noch kleinere Piste zum Gamkaskloof (auch The Hell genannt) ab. Ziel
nach 50 km Fahrt parallel der Swartberge, wäre das abgelegene Tal „The
Hell“. Wir fuhren jene ca. 2 km, entschieden dann wegen der
fortgeschrittenen Uhrzeit umzukehren. Für die Wegstrecke wäre ein
Jeep geeigneter, um nicht so langsam wie wir voran zu kommen. Wieder
auf der Passstraße, erkennt man kurz darauf den weitern Verlauf der
Straße. In engen Kehren, die Talseite mit kniehoher Steinmauer
begrenzt, geht es sehr steil abwärts. Muss man gesehen haben, kaum
zu beschreiben. Nach 30 Minuten Bergabfahrt im ersten Gang,
erreichten wir die Meiringskloof Schlucht. Wie schon bei anderen
Schluchten gesehen, kann man genau erkennen, wie der rote Stein
senkrecht nach oben gepresst wurde. |
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Wir
durchfuhren ein schattiges, enges Tal und einen Bachlauf, worin
Kinder spielten. Nach 90 Minuten Fahrt für weniger als 30 km,
erreichten wir die R353 und somit wieder Teer unter den Rädern.
Anstelle nach links über den Meiringsport sofort zurück zu fahren,
bogen wir rechts ab, wo wir nach 5 km das beschauliche Örtchen
Prince Albert mit seinen 7.000 Einwohnern erreichten. Hier schien
die Zeit stehen geblieben zu sein. Das nicht wegen eines alten
Mercedes aus den 60´er Jahren, der am Wegesrand stand. Wir fuhren
die Hauptstraße langsam auf und ab, um dann umzukehren und über die
R353 wieder zurück nach Oudtshoorn zu fahren. Nicht über den
Swartberg Pass, sondern erst parallel zur zuvor überquerten
Bergkette. Die Landschaft ist sehr trocken, da die Bergkette den
meisten Niederschlag abhält. Zu sehen gibt es deshalb nicht viel,
bis man nach 60 km den Meiringspoort erreicht. Das ist eine
Schlucht, durch welche die Straße führt und so die Bergkette
über/durchwinden kann. |
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Vor
der Bergkette ist, kann man sich nicht vorstellen, dass eine Lücke
zwischen den 2.000 Meter hohen Bergen existiert und man ohne diese
über eine Passstraße zu überwinden, auf die andere Seite gelangt.
Wenn es darum geht schneller über die Berge zu gelangen, ist der
Meiringspoort die bessere Wahl, wenn es um landschaftliche Schönheit
geht, würde ich den Swartberg Pass wählen. Zusammen mit einer
Rundtour, lassen sich beide gut verbinden, wobei der Zeitbedarf ohne
Wanderungen und ausgedehnten Stopps bei einem ¾ Tag liegt. Die
Straße durch den Meiringspoort führt 20 km immer entlang dem
Grootriver, welchen sie 25 mal überquert. Erdrückend ist die
Schönheit und Höhe der hohen Berge, durch welche man sich auf der
gut ausgebauten und asphaltierten Straße hindurch schlängelt. Man
mag viel öfters anhalten, aber die Haltemöglichkeiten auf der
einspurigen Strecke sind etwas rar gesät. Mitten in der Schlucht, wo
jene breiter ist, befindet sich auf Seiten beider Fahrtrichtungen
ein großer Parkplatz mit Besucherzentrum. Vom diesem ist es ein 5
Minuten Spaziergang zu einem Wasserfall, der vom Parkplatz weder zu
sehen, noch zu erahnen ist. Der Fluss Skelm fällt dort ca. 35 Meter
hinunter in einen kleinen Pool, welcher sich im Sommer zur kleinen
Abkühlung anbietet. Allerdings ist man dort ganz sicher nicht
alleine, da die Größe des Parkplatzes große Besuchermassen zulässt.
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Wir zogen die Schuhe aus, kühlten unsere Füße
im kalten Wasser und begaben uns wieder zurück zum Auto.
Auf dem Weg kamen wir kurz mit einem französischen Paar unseres
Alters ins Gespräch. Von dort aus benötigten wir keine 40
Minuten bis wir, dem Sonnenuntergang hinterher fahrend, Oudtshoorn erreichten. Zuerst sprang ich wieder in den großen
Pool unserer Unterkunft „La Pension“, machte mich dann
ausgehfertig, worauf wir erneut in das Restaurant Avocado Pierre
wollten, wo wir bereits am Vortag gegessen hatten. Da dieses
sonntags geschlossen hat, mussten wir mit dem Secession vorlieb
nehmen, zwei Häuser weiter, ebenfalls auf der Baron van Reede
Street. Aufgrund der Speisekarte und der deutsch sprechenden
Bedienung lässt sich mutmaßen, dass der Inhaber aus Österreich
stammt. Das beeindruckte mich herzlich wenig und ich aß erneut
Straußensteak, auch auf die Gefahr hin, dass mir langsam Federn
wachsen. Aber dennoch sollte bei einem Anflug von kulinarischem
Heimweh erwähnt werden, dass man dort allerlei Deutsche Speisen
bis hin zum Apfelstrudel erhält. Um 21 Uhr waren wir gesättigt,
sodass wir zurück zur Unterkunft fuhren, dort noch am Pool saßen
und eine Kleinigkeit tranken. |
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