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Es
begegneten uns immer mehr Autos mit Kennzeichen aus Mozambique
und auch die Zahl auf dem Straßenschild, was die Entfernung nach
Maputo, der Hauptstadt anzeigt, wurde mit schließlich unter 200
km immer geringer. So weit wollten wir aber nicht und fuhren um
15.30 Uhr hinter Belfast von der Autobahn ab. Erst durch sanfte
Hügel, bis es schließlich nach Lydenburg, einem größeren Ort mit
guten Übernachtungsmöglichkeiten, bergauf ging und die berühmte
Panorama Route begann. Die Landstraße schlängelte sich durch
wunderschöne Hügellandschaft, umgeben von weiten Nadelwäldern
immer aufwärts, bis auf den Long Tom Pass in 2.150 Metern Höhe.
Kurz dahinter standen wir 30 Minuten im Stau einer
Straßensperrung, welche durch Bauarbeiten und daraus
resultierender, einspuriger Verkehrsführung begründet war. Aber
immerhin war die Aussicht gut. Durch langgezogene Kurven setzte sich
der Konvoi schließlich in Bewegung und wir erreichten den
ebenfalls touristisch geprägten Ort Sabie. |
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Unterwegs boten sich viele Notwendigkeiten zum Stopp und
Genießen der Aussicht, aber die Zeit hatten wir ja in der
Diamantenmine verbracht. In Sabie war der Tank leer und es
stellte sich die Frage: Diesel oder Benzin. Wir fanden die
richtige Lösung (Benzin)? Weiter führte die Straße durch einsame
Landschaft, entlang von Wäldern und parallel dem Blyde River
Canyon. Allerdings sah man den Canyon von der Straße aus nicht.
Mittlerweile war die Sonne schon untergegangen und die
interessanten Dinge des Tages lagen noch vor uns. Als erstes der
Mac Mac Wasserfall, der aber auf Privatgrund liegt (deshalb auch
10 ZAR Eintritt) und dessen Eingangstor um 17 Uhr schließt. Da
bereits 17:50 Uhr - Pech gehabt. Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Also weiter zum nächsten Wasserfall, dem Lisbon Fall. Außer uns
kein Mensch auf dem Parkplatz, selbst die Hütten der afrikanischen
Händler waren verwaist. Somit hatte die späte Uhrzeit auch seine
Vorteile. |
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Vom
Parkplatz aus 100 Meter Fußweg, und wir sahen das Wasser 90 Meter in
die Tiefe stürzen. 5 Minuten mussten zum Staunen reichen, denn es
ging weiter zum Berlin Fall, den wir 10 Minuten später erreichten.
Dort fällt das Wasser zehn Meter weniger in die Tiefe, wo es in eine
Lagune rauscht. Dieses sahen wir beim letzten Licht der Dämmerung.
Gleiche Szene, kein Mensch außer uns. Meiner Meinung nach, fand ich
den Berlin Fall schöner als den Lisbon, weil das Wasser in breiterer
Front hinabfällt. Leider mussten wir diese unglaublich schöne
Gegend im Schnelldurchlauf durchfahren. Die Landschaft zwischen den
Orten Sabie und Graskop, rechtfertigt durchaus zwei bis drei Tage
Aufenthalt mit entsprechenden Wanderungen. Zumindest sollte man in
Johannesburg um 8 Uhr morgens los fahren, damit man bei notwendigen
6 Stunden Fahrzeit bis zum Blyde River Canyon, noch den Nachmittag
als auch den kommenden Vormittag Zeit für die Wasserfälle und den
Canyon hat, bevor es in den Krüger Nationalpark geht. Nun war
es fast gänzlich dunkel und wir hatten noch knapp 35 km, bis zur
bereits in Deutschland gebuchten Unterkunft, dem Forever Resort
Blyde Canyon. Auf der Landstraße dorthin, durch unzählige Kurven,
hätten wir fast eine Kuh am Kühler kleben gehabt, welche mitten auf
der Straße stand. Eine beherzte Bremsung verhinderte Schlimmeres,
aber der Scheck saß. Fortan zockelten wir mit langsameren 50 km/h,
bis wir das Forever Resort Blyde Canyon erreichten (von der Straße
aus gut ausgeschildert). |
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Eine große Ferienanlage, mit 2
bis 4 Personen Chalets mit 3 und 4 Sternen, aber auch
Campingmöglichkeiten. Aufgrund der Lage würde ich dringend
empfehlen, diese Filetlage von Unterkunft sehr rechtzeitig vorab zu
reservieren. Wir machten dieses fast zwei Monate im voraus.
Lediglich ein Chalet hat direkten Blick auf den Canyon, aber alle
andern sind in Spaziergang-Reichweite bis zum 800 Meter
tiefen, aus Sandstein bestehenden Canyon. Da es ja schon längst
dunkel war, machte es wenig Sinn, dort noch hin zu laufen. Da sich
auf dem Gelände ein Aussichtspunkt auf die Three Rondavels befindet,
durchaus eine Überlegung wert dort zu übernachten. Aber auch
andere, öffentliche Aussichtspunkte bieten einen adäquaten Ausblick.
Es liegt im Auge des Betrachters, welcher schöner sein mag. Auf dem
weitläufigen Gelände ist ein großes Restaurant, welches für 100 ZAR,
ein reichhaltiges Buffet bis 21 Uhr anbietet. Zum Zeitpunkt unseres
Besuches (oder aufgrund der späten Uhrzeit), waren kaum Gäste dort,
größtenteils lokale Polizisten. Wir schafften es, bis 21 Uhr satt zu
werden und liefen zurück zu unserem Chalet. |
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