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Wie wir telefonisch von unserer Vermieterin erfuhren, fährt der
Dampfzug mittlerweile nicht mehr von George nach Knysna, sondern
nach Mossel Bay. Somit hätten wir auf den Zug warten können, bis
wir schimmelig geworden wären. Wir setzten unseren Weg auf einer
Schotterpiste entlang der Seen“ Island Lake“ und „Bo-Langvlei“
fort. Zur rechten die Feuchtgebiete und sicherlich ein Paradies
für jeden Vogelkundler und zur rechten eine regenwaldähnliche
Landschaft mit Hügeln. Diverse Wanderwege bieten Möglichkeiten,
die Gegend im Wilderness National Reserve, näher kennenzulernen
und auch Wasserfälle zu besuchen. Bei Bo-Langvlei bogen wir auf
einer kleinen Straße in Richtung Norden ab, welche an Steilheit
kaum zu überbieten ist. Im ersten Gang führte uns diese Piste
300 Meter höher in gerader Linie über den Berg, mit dichtem
Regenwaldbewuchs zur Rechten und Linken. |
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Unser mit 4 Personen besetztes Auto war kurz davor, wegen
mangelnder Kraft stehen zu bleiben. Dennoch erreichten wir die
Old Knysna – George Road, wo sich die Vegetation wieder ändert
und man auf weite Felder blickt. Wir fuhren in westlicher
Richtung, um zum Big Tree zu gelangen. Abschließend zum
Wilderness Nat. Park: Man kann dort sicherlich mehrere Tage
verbringen, durch Feuchtgebiete und regenwaldähnlicher
Landschaft mit Wasserfällen laufen. Dass wir dieses nicht
würdigten lag einzig daran, dass unser zeitlicher Rahmen zu
knapp gesetzt war. Vom Parkplatz führt ein Wanderweg, 300 Metern
durch den Regenwald, zum Big Tree. Nichts wirklich umwerfendes
dieser etwa 800 Jahre alte Baum mit einer Höhe von 33 Metern,
wenn man einen Vergleich zu den Baumriesen an der amerikanischen
Westküste zieht. Aber an der Gardenroute einer der größten
Bäume. Dort besteht die Möglichkeit, tiefer in den dichten
Regenwald hinein zu laufen, was die interessantere Alternative
zu dem Baum ist. |
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Wir
allerdings fuhren zurück nach Wilderness, da es bereits 17:30 Uhr
war. Vom etwa 300 Meter über dem Meer gelegenen Plateau, hat man von
der Straße aus einen schönen Blick auf die Ebene bei Wilderness, nur
leider gibt es keine Haltebuchten, um diesen entsprechend, bei einem
Stopp zu genießen. Alles in allem dauerte dieser kleine Rundweg
durch die Hügel etwa 2 Stunden und kann mit entsprechenden
Wanderungen zu einem Tagesausflug ausgedehnt werden. In Wilderness
fuhren wir kurz zum Aussichtspunkt Dolphin Point. Von Wilderness
kommend, solltet Ihr insbesondere aufpassen, dass Ihr nicht
schneller als die erlaubten 50 km/h fährt, denn sonst bekommt man
ein Bild hinterher geschickt (Starenkasten- auch in der anderen
Richtung, also Vorsicht). Etwa 200 Meter nachdem die N2 zweispurig
steil bergauf geht, befindet sich ein kleiner Parkplatz zur Linken.
Diesen sollte man unbedingt anfahren, da man dort einen
wunderschönen Blick auf den weitläufigen Strand von Wilderness in
der einen Richtung und auf die Flussmündung mit der Eisenbahnbrücke
darüber in der anderen Richtung hat. Die Wilderness Fotos auf
Postkarten sind fast alle dort geschossen worden. Auch wenn man in
der anderen Richtung von George nach Wilderness fährt, kann man
einen sich auf der anderen Straßenseite befindlichen Parkplatz
nutzen und ein Tunnel führt unter der N2 zum selben Aussichtspunkt.
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Also bloß nicht die N2 unter
Lebensgefahr überqueren, das kann ein Foto nicht wert sein. Leider
sahen wir keine Delphine vom Aussichtspunkt aus (wie es der Name
hergibt), allerdings einen kleinen, süßen Klippschliefer. Zurück in
unserer Unterkunft, ruhten wir uns etwas aus, bevor wir uns auf dem
Weg zum Wilderness Grille Restaurant machten. Dort hatte ich zum
letzten mal auf unserer Reise ein Straußensteak. Um 21 Uhr waren wir
wieder in unserer Unterkunft Lodge on the Lake, wo wir uns noch zwei
Stunden auf den Balkon setzten und der Geräuschkulisse des nahen Wilderness Lakes lauschten. |
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